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Frist zum 1. November: EU beharrt auf Aus für chinesische Stromwechselrichter

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Ein Windrad.
Eine Windkraftanlage. Copyright  AP Photo/Ed Andrieski
Copyright AP Photo/Ed Andrieski
Von Luca Bertuzzi
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Brüssel hält an Frist zum ersten November fest: Dann will die EU die Nutzung chinesischer Wechselrichter in den Erneuerbaren nicht weiter fördern - trotz Warnungen von Investoren, dass Alternativen fehlen könnten.

Am ersten November will die EU keine in China produzierten Stromwechselrichter mehr fördern. Die Europäische Kommission beharrt auf der Frist – trotz der Forderung von Investoren und der Erneuerbaren-Branche nach mehr Zeit. Energieprojekte mit diesen Wechselrichtern werden nicht weiter EU-finanziert.

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Branchenverbände und institutionelle Investoren hatten gehofft, Brüssel würde den Termin verschieben, weil sie sich um Verfügbarkeit und Kosten von Alternativen sorgen. EU-Beamte sagten Euronews jedoch, die Kommission wolle an ihrem Zeitplan festhalten.

Ab dem ersten November müssen Projekte, die an das europäische Stromnetz angeschlossen sind oder noch angeschlossen werden sollen, demnach Anbieter mit hohem Risiko ausschließen oder schrittweise auf Wechselrichter von Unternehmen umstellen, die nicht als Hochrisiko gelten. Wechselrichter wandeln Gleichstrom in Wechselstrom um.

Die Entscheidung lässt die Sorgen von Industrie und Investoren kurz vor Ablauf der Frist weitgehend unbeantwortet.

Anfang dieses Jahres hat die EU-Exekutive vorläufige Leitlinien für Fördergelder beschlossen. Sie beschränken den Einsatz von EU-Mitteln für Projekte im Bereich sauberer Energie – vor allem Solar, Wind und Speicher – die auf Wechselrichter von Hochrisiko-Anbietern setzen, darunter chinesische Konzerne wie Huawei.

Cybersicherheit wird in Energiebranche zum Thema

Auslöser waren Sorgen um die Cybersicherheit. Hersteller könnten Wechselrichter aus der Ferne ansteuern und manipulieren, was Stromnetze destabilisieren und Blackouts auslösen könnte.

Die Initiative hat jedoch auch erhebliche Bedenken bei institutionellen Investoren wie der Europäischen Investitionsbank und in der Erneuerbaren-Branche geweckt. Sie bezweifeln, dass andere Hersteller die nötigen Stückzahlen zu vergleichbaren Preisen liefern können.

Nach einem eigens einberufenen Unternehmerrundtisch im Juni hatten Branchenvertreter und Investoren auf Ausnahmen von der Frist am ersten November gehofft.

Aus ihrer Sicht ist der Zeitplan der Kommission unrealistisch. Er könne erneuerbare Energieprojekte finanziell und organisatorisch stark belasten – in einer Phase, in der die Energiekosten in der EU ohnehin steigen.

In der Kommission gab es zunächst deutliche Meinungsunterschiede. Das Generalsekretariat drängte auf einen harten Kurs, das Generaldirektorat für Internationale Partnerschaften war zurückhaltender. Inzwischen scheint sich diese Lücke zu schließen; in der Behörde zeichnet sich mehr Einigkeit ab.

Einige Akteure hoffen weiter, dass die Kommission im Einzelfall Ausnahmen zulässt, statt Projekte komplett zu stoppen, etwa wenn Verzögerungen auf unvorhersehbare Probleme wie stockende Genehmigungsverfahren zurückgehen.

Trotzdem müssen Projektleiter und Investoren sich nun fügen und ihre Kostenkalkulationen überarbeiten. Das betrifft nicht nur die Wechselrichter selbst, sondern auch Garantien und verbundene Dienstleistungen wie Wartung.

Die Kommission betont ihrerseits, es gebe bereits ein tragfähiges Angebot an nicht-chinesischen Wechselrichtern. Der Preis für die Sicherheit der europäischen Energieinfrastruktur sei im Vergleich dazu gering.

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