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„Brexit“, Handelskrieg, große Länder schwächeln: EU-Kommission warnt vor Wachstumsdelle

„Brexit“, Handelskrieg, große Länder schwächeln: EU-Kommission warnt vor Wachstumsdelle
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Die EU-Kommission rechnet angesichts zahlreicher Probleme in den größten europäischen Volkswirtschaften mit einem deutlich schwächeren Wirtschaftswachstum. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2019 in den 19 Staaten der Eurozone um 1,3 Prozent zunehmen, so die Brüsseler Behörde. Im Herbst war sie noch von 1,9 Prozent ausgegangen. Und Deutschland liegt voll im schwächeren Trend: 1,1 Prozent Wachstum im laufenden Jahr, nach prognostizierten 1,8 Prozent im Herbst.

Grund seien vor allem getrübte Ausblicke in Deutschland, Italien und auch Frankreich. Die Prognose sei zudem wegen internationaler Spannungen und eines drohenden chaotischen "Brexits" mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Die Deutschen hielten sich demnach wegen schwächerer Exporte und gedrückter Verbraucherlaune zurück.

Stefan Grobe, Euronews:

"Die Kommission hat sich die gesamtwirtschaftliche Situation angesehen und warnt, dass der "Brexit" und der unerwartet scharfe Abschwung in China die Lage noch schlimmer machen könnten. Kommen dazu: Die politische Instabilität, die Italien immer noch erschüttert, natürlich der anhaltende Handelsstreit mit den USA, der die Dinge kompliziert und unsicher macht, besonders für die deutsche Automobilindustrie, die in der größten Volkswirtschaft der EU ein wesentlicher Wachstumsfaktor ist."

ZINSWENDE IMMER SCHWIERIGER

Kniffelig für die Europäische Zentralbank (EZB): Die Kommission erwartet in der Eurozone in diesem Jahr 1,4 Prozent Inflation – weniger als die von der EZB angesetzten 1,6 Prozent und noch weiter weg vom erklärten Ziel für eine normalisierte Geldpolitik – „nahe 2,0 Prozent.“

su