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Fliegende Autos, smarte Kleidung: Japanische Innovationen auf der IFA

Fliegende Autos, smarte Kleidung: Japanische Innovationen auf der IFA
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Wie sieht unser Leben in 5, 10 oder 20 Jahren aus? Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin bekam man eine Vorstellung vom Alltag der Zukunft. Im Rahmen der Industriemesse wurden nicht nur die neuesten Trends in Sachen Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte präsentiert, sondern auch ein Blick auf die Technologien von morgen geworfen. Dafür kooperierte die IFA mit Japan als Partnerland.

Japanische Unternehmen zeigten auf IFA Next, der Innovationsplattform der Messe, ihre Erfindungen - zum Beispiel smarte Kleidung: Intelligente Hosen und Ärmel, über die sich Körperbewegungen auf einem Bildschirm darstellen lassen. Dahiner steckt das Start-Up "Xenoma".

​"Es sind mehrere Sensoren eingebaut, insgesamt sieben, die die Bewegungen an einen Hub senden", so Bianka Hamann, Sprecherin von "Xenoma". "Über diesen Hub werden per Bluetooth die Daten an den Computer und unseren Monitor geschickt. Und dann sind die Bewegungen, sowohl einfache Bewegungen als auch große Bewegungen, ganz eindeutig auf dem Bildschirm zu sehen. Das wird sofort in Echtzeit dargestellt."

Intelligente Textilien, die für den Sport oder die Medizin entwickelt wurden - unter anderem einsetzbar in der Reha.

"Skydrive" könnte dagegen das Taxi der Zukunft sein: Ein fliegendes Auto mit drei Rädern und vier Propellern. "Man lenkt nicht nur nach rechts oder links, sondern auch nach oben und nach unten", sagt Tomohiro Fukuzawa, Vorsitzender von Skydrive Inc. "Das Gute ist, dass man nicht die gleichen Kenntnisse braucht wie beim Steuern eines Hubschraubers oder eines Flugzeugs. Das Einzige, was wir tun müssen, ist nach hinten, nach rechts oder nach vorne zu steuern... Jeder, der mit einer Drohne umgehen kann, kann in Zukunft in der Luft unterwegs sein."

Nächstes Jahr soll der erste bemannte Testflug stattfinden.

Der japanische Pavillon auf der IFA verfügte über ein holografisches Display, das Videos in die Luft projiziert. Verantwortlich dafür ist die Firma "AsukaNet". Für Kazuhiro Yamamoto, Leiter der Unternehmensentwicklung bei "AsukaNet", ist eines besonders wichtig:

"Wir fördern Innovationen mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche - für eine integrative und menschlichere Gesellschaft."

Auf der Messe wurde deutlich: der Bereich der Künstlichen Intelligenz, wie zum Beispiel bei der Sprachsteuerung und Gesichtserkennung, entwickelt sich immer weiter. Sie soll dem Menschen Entscheidungen abnehmen - und so Zeit und Ressourcen sparen.

Das japanische Start-Up "Empath" schafft es, durch die Analyse unserer Sprechweise Emotionen zu erkennen. Mittels einer Live-Demo erkärte Hazumu Yamazaki, wie das System Freude, Gelassenheit, Wut und Trauer identifizieren kann: "Wir konzentrieren uns nicht darauf, was, sondern wie es gesagt wird - Geschwindigkeit, Klang, Tonhöhe, Lautstärke und Betonung."

Derzeit wird "Empath" in Call Centern eingesetzt. Ursprünglich wurde es jedoch zu psychologischen Zwecken entwickelt, um Erdbebenopfern zu helfen.

"Mithilfe der Emotionserkennung haben wir versucht, alle Symptome einer Depression zu identifizieren. Und wenn wir feststellten, dass Menschen wirklich depressiv waren, haben wir ihnen psychologische Hilfe zur Verfügung gestellt", so Hazumu Yamazaki.

Es ist genau dieser Erfindergeist, den der IFA-Chef Jens Heithecker an Japan am meisten schätzt:

"Als wir nach Kyoto gefahren sind und gesehen haben, welch quirlige Start-Up-Szene es dort gibt, wieviele internationale Mitarbeiter in den Großunternehmen und in den Start-Ups mittlerweile sind - zeigt das eine große Offenheit. Insoweit ist Japan das richtige Partnerland für IFA Next."