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Risiken bei geothermischen Bohrungen verringern

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Risiken bei geothermischen Bohrungen verringern
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Was sind die Hauptrisiken bei geothermischen Bohrungen? Ein internationaler Experte erklärt, was in 2000 Metern Tiefe abläuft: Dort trifft Stahl bei enormen Temperaturen und Druck auf unterirdische Wärme. Ingólfur Örn Þorbjörnsson, Innovations-Manager, Iceland Geosurvey, ISOR:

_"Normalerweise hat man es bei Bohrlöchern, die tief in die Erde reichen, um geothermischen Dampf aus der Erde zu fördern, mit sehr hohen Temperaturen zu tun. Der Stahl wird gedehnt, setzt sich fest, es gibt keinen Raum für eine Ausdehnung. Deshalb hat man Probleme mit der Verschalung bzw. dem Stahl in den Rohren. Kommt es zu einer thermischen Ausdehnung und der Bohrkopf sitzt fest, dann bricht der Stahl, verstopft den Schacht fast ganz oder zur Hälfte. Oder wenn man ihn abkühlt, reißt das Rohr an den Muffen auseinander.

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Der Druck liegt weit über der Fließspannung bzw. der Bruchspannung des Materials. Weit über dem, was für uns normalerweise akzeptabel ist.

Wir haben 230 normale Bohrlöcher mit Temperaturen zwischen 250ºC bis 350ºC analysiert. 136 davon sind sogenannte Produktions-Bohrlöcher. Bei 75 von ihnen gab es Vorfälle, d.h. es wurden Zwischenfälle gemeldet. Das kann von einem geringfügigen Schaden bis zu einem Total-Ausfall reichen. Es war nicht das angestrebte perfekte Ergebnis.

Die elastischen Kupplungen haben das Ziel, die Belastungen zu verringern, die diese Probleme verursachen. Wenn wir also diesen Druck wegnehmen, werden diese Probleme hoffentlich beseitigt oder minimiert."