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Krieg gegen Iran: Paris bereitet Charterflüge zur Evakuierung vor

Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot gibt nach einem Krisentreffen am Montag, den 2. März 2026, in Paris eine Pressekonferenz.
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot gibt nach einem Krisentreffen am Montag, den 2. März 2026, in Paris eine Pressekonferenz. Copyright  AP Photo/Thibault Camus, Pool
Copyright AP Photo/Thibault Camus, Pool
Von Célia Gueuti
Zuerst veröffentlicht am
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Rund 400.000 französische Staatsbürger halten sich in den Ländern auf, die vom aktuellen Konflikt um Iran betroffen sind.

"Sich selbst schützen, die eigenen Staatsangehörigen, die Interessen in der Region und die Partner schützen", so beschrieb Jean-Noël Barrot, Außenminister Frankreichs, am Dienstag, in einem Interview mit dem französischen Fernsehsender BFMTV die aktuellen Ziele Frankreichs im Nahen Osten.

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"Wir bereiten Charterflüge vor, damit besonders verletzliche Personen, diejenigen, die begleitet werden müssen, bei Bedarf davon profitieren können", erklärte er.

Nach Angaben des Ministers wird die Rückkehr französischer Staatsbürger organisiert. Rund 400.000 Franzosen halten sich in den 13 vom Krieg gegen den Iran betroffenen Ländern auf – überwiegend Daueraufenthalter und Doppelstaatsangehörige.

Da die meisten dieser Länder ihren Luftraum geschlossen haben, sei eine Ausreise derzeit schwierig. "Wenn Sie jedoch die Möglichkeit haben zu gehen, dann tun Sie es", appellierte der Minister insbesondere an durchreisende Franzosen.

Im Unterschied zu seinem amerikanischen Amtskollegen rief er jedoch nicht zur sofortigen Rückkehr aller Staatsangehörigen auf. "Unsere Priorität ist selbstverständlich die Sicherheit unserer Staatsbürger und unserer Interessen – aber ebenso, so schnell wie möglich zu einer Deeskalation zu gelangen."

Die Erfassung französischer Reisender erfolgt über das Programm "Fil d’Ariane" von France Diplomatie. Laut Barrot waren vor Beginn der Maßnahmen bereits 25.000 Personen registriert. Er forderte alle Betroffenen auf, sich dort einzutragen, um lokalisiert und kontaktiert werden zu können.

Angesichts der zahlreichen Luftraumsperrungen wies der Minister auf die erheblichen Schwierigkeiten im Flugverkehr hin. "Wir werden die Rückkehr nach Frankreich erleichtern, sobald und wo immer es möglich ist. So haben wir beispielsweise an den Grenzen zwischen Israel und Ägypten sowie Jordanien Konsularteams eingesetzt, um französischen Staatsbürgern die Ausreise auf dem Landweg zu ermöglichen, damit sie anschließend von Ägypten oder Jordanien aus einen Flug nehmen können."

Abschließend erklärte der Minister, dass die konsularischen Teams in Paris und im Nahen Osten verstärkt wurden. Zudem seien Charterflüge organisiert worden, um besonders verletzliche bzw. gefährdete Personen ausreisen zu lassen, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen. Die entsprechenden Listen würden derzeit von den diplomatischen Vertretungen erstellt.

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