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Ab Mittwoch: Wüstenhitze rollt über Deutschland – überdurchschnittlich warmer Sommer in Sicht

Ein Hund trinkt während einer Hitzewelle aus einem Brunnen in Lyon in Zentralfrankreich, Freitag, 29. Mai 2026.
Ein Hund trinkt während einer Hitzewelle aus einem Brunnen in Lyon in Zentralfrankreich, Freitag, 29. Mai 2026. Copyright  AP Photo
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Von Nela Heidner
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Nach der wechselhaften und teils kühlen ersten Junihälfte kommt zur Wochenmitte die Wetterwende: Ab Mittwoch/Donnerstag wird es deutlich wärmer – am Donnerstag verbreitet bis 33 Grad, im Südwesten örtlich noch mehr. Und: Der Sommer 2026 wird voraussichtlich überdurchschnittlich warm.

Die bis dato heißeste Hitzewelle des Jahres steht uns bevor: Ab Wochenmitte steigen die Temperaturen deutlich an.

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"Die Tendenz ist eindeutig", so Wetterexperte Dominik Jung zu Euronews.

Nach der wechselhaften, teils kühlen ersten Junihälfte stellt sich die Großwetterlage zur Wochenmitte um. Alle relevanten Wettermodelle deuten darauf hin: Es wird die zweite Hitzephase des Jahres – und nach jetzigem Stand die bislang heißeste.

Passend zur Sommersonnenwende "liegen am kommenden Wochenende, vor allem Samstag (20.) und Sonntag (21. Juni) – am 21. Höchstwerte verbreitet über 30 Grad, am Oberrhein und in Teilen von Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg 35 bis 37 Grad", so Jung.

"Damit rückt der erste Wüstentag des Jahres mit mindestens 35 Grad in greifbare Nähe. Einzelne Modellläufe zeigen sogar 38 bis 39 Grad an, vereinzelt wird die 40-Grad-Marke ins Spiel gebracht – das ist derzeit aber noch der oberste, unsichere Rand der Spanne und keine belastbare Prognose. Es zeigt eher, welches Potenzial in der Luftmasse steckt."

Und woher kommt die "Wüstenhitze"? Ein Keil des Azorenhochs baut sich von Südwesten her auf und verdrängt den bisherigen Tiefdruckeinfluss, erklärt Jung. "Auf seiner Vorderseite stellt sich eine warme Südwestströmung ein, die subtropisch geprägte Warmluft aus dem südwesteuropäischen Raum – also auch von der Iberischen Halbinsel – nach Mitteleuropa führt."

Die Luft schwappt also aus Richtung Spanien zu uns herüber, allerdings nicht als kurzer Schub, sondern getragen von der sich aufbauenden Hochdruckbrücke. Maßgeblich für die Erwärmung ist auch die kräftige Junisonne bei zunehmend wolkenarmem Himmel.

Tropische Nächte in den Ballungsräumen

In Ballungsräumen wie Frankfurt, Mannheim und dem Rhein-Main-Gebiet dürften die Tiefstwerte zum Wochenende auch nach Sonnenuntergang kaum noch unter 20 Grad sinken – es steht also auch nachts eine Wärmebelastung hervor.

Dabei handelt sich aber nicht um eine geschlossene Hochdruckblockade über ganz Deutschland: Vor allem im Nordosten bleibt es zeitweise wechselhaft, und am Rand der Hitze sind örtlich kräftige, teils unwetterartige Hitzegewitter möglich. Jung: "Spannend ist, ob das Hoch bis in den Siebenschläferzeitraum (rund um den 27. Juni) durchhält oder ein Wettersturz folgt – die Modelle sind sich da uneins."

Insgesamt deuten die Signale von Copernicus C3S (dem Copernicus Climate Change Service – auf Deutsch: Klimawandeldienst des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus) und dem ECMWF (European Centre for Medium-Range Weather Forecasts, Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage) mit rund 80 Prozent Wahrscheinlichkeit auf einen überdurchschnittlich warmen Sommer 2026 hin.

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