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„Daddy ist zuhause“ – Weißes Haus inszeniert Iran‑Krieg im Hollywood‑Stil

 Dies ist ein undatiertes Foto der Südfassade des Weißen Hauses bei Nacht, Washington, D.C.
Dies ist ein undatiertes Foto der Südfassade des Weißen Hauses bei Nacht, Washington, D.C. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Hassan Haidar & يورونيوز
Zuerst veröffentlicht am
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Das Weiße Haus hat ein Video veröffentlicht, in dem es eine "amerikanische Form der Gerechtigkeit" gegen den Iran propagiert. Verwendet werden dabei Ausschnitte aus bekannten Hollywood-Filmen.

Ein Video des Weißen Haus auf der Plattform X hat im Internet für Spott und Kritik gesorgt. In dem 42-sekündigen Clip wird auf ungewöhnliche Art und Weise der Iran-Krieg thematisiert: Er inszeniert eine politische Botschaft im Hollywood-Stil und suggeriert eine „amerikanische Form der Gerechtigkeit“ gegen Teheran.

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Der Clip kombiniert Szenen aus bekannten Filmen und Serien mit Figuren, die unterschiedliche Rollen verkörpern sollen: ein Superheld, ein korrupter Anwalt, ein Drogendealer und ein Freiheitskämpfer, der sich einer überlegenen Armee entgegenstellt.

Das Video wurde auf dem offiziellen Account des Weißen Hauses veröffentlicht und stieß schnell auf Spott und Kritik.

Wie sieht der Clip aus?

Der Clip beginnt mit einer Szene aus dem Film Iron Man 2, in der der Schauspieler Robert Downey Jr. als Tony Stark auftritt. In dieser Szene sagt er: "Wacht auf, Daddy ist zu Hause", bevor er in die Hände klatscht, um eine Reihe von Computern zu aktivieren.

Downey Jr. ist ein scharfer Kritiker von Trump und hat seine demokratische Konkurrentin Kamala Harris während des Wahlkampfs im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2024 aktiv unterstützt.

Dann erscheint der Schauspieler Russell Crowe in einer Szene aus dem Film Gladiator, gefolgt von einer Aufnahme von Mel Gibson in Braveheart.

Beide Filme basieren auf der Idee, dass scheinbar kleine oder hilflose Parteien eine imperiale Macht herausfordern, die sie unterwerfen will.

In einem späteren Ausschnitt tritt Tom Cruise als Kampfpilot Maverick aus Top Gun auf, bevor das Video zu Jimmy McGill wechselt, dem Anwalt mit fragwürdiger Moral aus Breaking Bad und seinem Spin-off Better Call Saul. In dem im Video verwendeten Clip ruft er: "Ihr könnt euch nicht vorstellen, wozu ich fähig bin."

Keanu Reeves ist in dem Video mit der Zeile „Ich glaube, ich bin zurück!“ aus dem Film John Wick von 2014 zu sehen. Anschließend tritt Bryan Cranston auf, der in Breaking Bad Walter White spielt, mit den Worten „Ich bin die Gefahr!“.

Cranston gehört wie Downey Jr. zu den prominenten Kritikern von Trump. 2017 äußerte er in einem Interview mit The Guardian seine Enttäuschung über Trumps Wahlsieg und bezeichnete dessen Präsidentschaft zuvor als „ernste shakespearesche Tragikomödie“.

Auftritt des US-Kriegsministers

Im letzten Abschnitt des Videos tauchen verschiedene Action- und Animationsfiguren auf, begleitet vom Auftritt des US-Kriegsministers Pete Hegseth. Das Video endet mit einer Stimme, die über dem Schriftzug „Das Weiße Haus“ den Satz „Sieg ohne Fehler“ verkündet – eine Anspielung auf die Videospiel- und Actionfilmreihe Mortal Kombat.

Kontroverse über die Verwendung von Filmclips

Es ist nach wie vor unklar, ob und wann das Weiße Haus die Erlaubnis für die Verwendung der Filmausschnitte in dem Video erhalten hat.

Zahlreiche Künstler wie Abba, Beyoncé, Bruce Springsteen, George Harrison oder die Rolling Stones hatten in der Vergangenheit schon Konflikte wegen unerlaubter Nutzung ihrer Werke mit der US-Regierung.

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