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Hormus-Krise trifft Griechenland härter als jedes andere Land Europas

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Von Ioannis Karagiorgas mit AFP
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Die Krise in der Straße von Hormus trifft Europas Schifffahrt hart - und Griechenland besonders. Kein anderes europäisches Land ist von einer möglichen Schließung der Meerenge so stark betroffen, während Hunderte Schiffe in der Gefahrenzone festsitzen und Kosten wie Risiken weiter steigen.

Schifffahrtsunternehmen aus Griechenland, den Vereinigten Arabischen Emiraten und China gehören nach Daten internationaler Seeverkehrsorganisationen und entsprechenden Analysen zu den am stärksten von einer Sperrung der Straße von Hormus betroffenen Akteuren.

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In den vergangenen 48 Stunden haben rund 670 Frachtschiffe auf der westlichen Seite der Meerenge Signale ausgesendet. Davon stehen 120 im Besitz von Unternehmen mit Sitz in den VAE, was etwa 18 Prozent der Gesamtzahl entspricht.

Allerdings dürften die tatsächlichen Zahlen höher liegen, da einige Schiffe ihre Ortungssysteme deaktiviert haben könnten.

Griechenland und China auf den nächsten Plätzen

Auf die Vereinigten Arabischen Emirate folgt Griechenland. Unternehmen in griechischem Besitz verfügen über mindestens 75 Schiffe, die seit Beginn der Krise die Region passiert haben oder dort verblieben sind - das entspricht etwa 12 Prozent der Gesamtzahl. Darunter befinden sich rund 30 Öl- oder Gastanker.

China folgt dicht dahinter mit 74 Frachtschiffen in der Region, darunter 25 Öl- und Gastanker. Die übrigen Schiffe sind Containerschiffe.

Japan und Indien mit festliegenden Tankern

Japanische Unternehmen haben mindestens 23 Tanker und 16 Trockenfrachtschiffe in der Meerenge. Zudem befinden sich 25 mit Hongkong verbundene Schiffe in dem Gebiet - 13 Energie- und 12 Trockenfrachtschiffe.

In Indien ansässige Unternehmen haben 24 Tankschiffe in der Region. Auch Unternehmen aus Singapur und Südkorea haben seit Beginn der Feindseligkeiten 29 beziehungsweise 22 Schiffe in der Region festliegen, während Vietnam über drei große LNG-Tanker verfügt.

Etwa 50 Supertanker vom Typ VLCC scheinen festzustecken, ebenso wie elf große LNG-Tanker. Südkorea besitzt sieben dieser VLCCs, während China und Japan jeweils sechs und Griechenland fünf halten.

Überfahrten griechischer und chinesischer Schiffe

Insgesamt wurden 35 Überfahrten von Schiffen in griechischem Besitz registriert, von denen acht der Dynacom Tankers Management Ltd. gehören. Mindestens 20 Schiffe mit Verbindungen nach China und 13 nach Indien durchquerten die Meerenge.

Hunderte weitere Schiffe befinden sich in Wartestellung, da die Versicherungskosten stark gestiegen sind und die Risiken für Besatzung und Ladung als extrem hoch gelten.

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