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Bus-Brand in der Schweiz: Mindestens 6 Tote und mehrere Verletzte

Der brennende Bus in der Schweiz
Der brennende Bus in der Schweiz Copyright  Alessandro della Valle/Keystone via AP
Copyright Alessandro della Valle/Keystone via AP
Von Gabriele Barbati
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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In einer Gemeinde im Kanton Freiburg in der Schweiz ist ein Bus komplett ausgebrannt. Nach bisherigen Informationen sind mindestens sechs Menschen in den Flammen ums Leben gekommen, mehrere weitere wurden verletzt.

Am späten Dienstagnachmittag brach in der Gemeinde Kerzers im Kanton Freiburg an Bord eines Linienbusses ein Feuer aus, das das Fahrzeug vollständig zerstörte. Die Kantonspolizei Freiburg bestätigte: Mindestens sechs Personen kamen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt – drei von ihnen befinden sich in kritischem Zustand. Zu den Verletzten zählt neben vier Fahrgästen auch ein freiwilliger Helfer, der dem Bus zu Hilfe geeilt war.

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Was ist passiert?

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein sogenanntes Postauto – jene Linienbusse, die in der Schweiz vor allem ländliche Regionen erschließen. Der Bus war auf der Strecke von Düdingen nach Kerzers unterwegs, rund 26 Kilometer westlich von Bern, als der Brand kurz vor der Endstation ausbrach. In sozialen Netzwerken kursierten kurz darauf Videos, auf denen meterhohe Flammen und eine große Rauchsäule zu sehen sind; nach dem Löscheinsatz blieb nur das Metallgerippe des Busses zurück.

Augenzeugen berichteten gegenüber der Schweizer Zeitung "Blick", ein Mann habe Benzin im Bus ausgeschüttet und sich selbst in Brand gesetzt. Die Kantonspolizei bestätigte, dass entsprechende Angaben eingegangen seien, hielt sich inhaltlich jedoch bedeckt: "Wir haben die Information, dass eine Person die Ursache des Brandes war", erklärte ein Sprecher. Unklar blieb zunächst, ob der mutmaßliche Verursacher selbst unter den Toten oder Verletzten ist. Ob der Busfahrer zu den Opfern zählt, war ebenfalls zunächst nicht bekannt.

Ermittlungen und offene Fragen

Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat ein Strafverfahren eröffnet und leitet die Ermittlungen. In einer Mitteilung hieß es, das Feuer sei möglicherweise "vorsätzlich gelegt" worden. Bei der Pressekonferenz wurde die Polizei gefragt, ob ein Terroranschlag in Betracht komme – dies ließ der Sprecher ausdrücklich offen: "Dazu können wir zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen noch nichts sagen".

Im Einsatz waren neun Krankenwagen sowie ein Rettungshubschrauber, der eine schwerverletzte Person in das Universitätsspital Zürich flog. Die Identität der Todesopfer war zunächst noch nicht geklärt. Die Polizei rief mögliche Zeugen auf, sich zu melden, und bat die Bevölkerung, den Bereich weiträumig zu meiden, um die forensischen Untersuchungen nicht zu behindern.

Auch der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin meldete sich zu Wort. Auf X schrieb er: "Es bestürzt mich und macht traurig, dass wiederum Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind." Den Angehörigen der Opfer sprach er sein Beileid aus.

Schweres Brand-Unglück erschüttert Schweiz im Januar

Erst zu Beginn des Jahres ereignete sich in der Schweiz eine weitere schwere Tragödie: Am 1. Januar 2026 brach in der Bar "Le Constellation" im Wintersportort Crans-Montana ein verheerende Feuer aus. Die Opferbilanz hat sich seither weiter verschärft – inzwischen sind 41 Menschen ums Leben gekommen, 115 weitere wurden verletzt.

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