Nach dem Unglück in der Bar "Le Constellation" in Crans-Montana ist ein weiterer Verletzter gestorben. Während die Ermittlungen in der Schweiz andauern, erhält nun auch die italienische Justiz Zugang zu den Beweismitteln.
Die Bilanz der Tragödie, die sich am 1. Januar 2026 in der Bar "Le Constellation" im Wintersportort Crans-Montana ereignete, hat sich weiter verschärft. Inzwischen ist von insgesamt 41 Todesopfern und 115 Verletzten die Rede.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis teilte mit, dass ein 18-jähriger Schweizer Staatsbürger am Samstag, dem 31. Januar, in einem Krankenhaus in Zürich seinen Verletzungen erlegen ist, wo er seit dem Unglück behandelt worden war. Staatsanwältin Beatrice Pilloud bestätigte den Todesfall in einer offiziellen Mitteilung und erklärte, dass in dieser sensiblen Phase der Ermittlungen keine weiteren Details veröffentlicht würden.
Rom erhält Zugang zu den Schweizer Ermittlungen
Parallel zu den tragischen Entwicklungen gibt es auch Fortschritte auf internationaler Ermittlungsebene. Das Bundesamt für Justiz (BJ) gab gegenüber Radio SRF bekannt, dass die Walliser Staatsanwaltschaft der italienischen Justiz Rechtshilfe gewährt hat. Damit wurde dem offiziellen Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft Rom stattgegeben.
Durch diesen Schritt erhalten die italienischen Behörden direkten Zugang zu den bereits von den Schweizer Ermittlern gesammelten Beweismitteln. Das Verfahren werde – so das Bundesamt für Justiz – unter vollständiger Wahrung der gesetzlich vorgesehenen Rechte aller potenziell betroffenen Parteien durchgeführt und stelle einen wichtigen Schritt für die Koordination der Ermittlungen zwischen der Schweiz und Italien dar.