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Ägypten-Urlaub über Ostern? Ungewöhnliche Maßnahmen wegen Energiekrise schränken Touristen ein

Hurghada, Egypt
Hurghada, Egypt Copyright  AP Photo
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Von VS mit reisereporter.de, Auswärtiges Amt, dailymail.co.uk
Zuerst veröffentlicht am
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Wer über Ostern eine Reise nach Ägypten plant, sollte sich auf ungewöhnliche Änderungen einstellen. Wegen einer schweren Energiekrise hat die Regierung kurzfristig Maßnahmen beschlossen, die auch Touristen betreffen.

Von höheren Einreisekosten bis hin zu Einschränkungen im Alltag wie verkürzten Öffnungszeiten von Restaurants und Museen - die Regierung in Ägypten hat in der sich verschärfenden Energiekrise kurzfristig die Reißleine gezogen und Regeln eingeführt, die gleichzeitig auch den wichtigen Tourismussektor berühren.

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Visum wird teurer – E-Visum als Alternative

Schon bei der Einreise kann es teurer werden: Das sogenannte "Visum on arrival" kostet seit März 2026 rund 30 US-Dollar statt bisher 25. Darüber berichten unter anderem das Internet-Portal reisereporter.de.

Wer sparen möchte, kann auf das elektronische Visum ausweichen. Dieses bleibt bei 25 US-Dollar, muss aber rechtzeitig vor der Abreise online beantragt werden. Zusätzlich lassen sich damit oft Wartezeiten am Flughafen verkürzen. Darauf weist auch das Auswärtige Amt hin.

Früher Feierabend: Restaurants und Geschäfte schließen eher

Deutlich spürbarer sind die neuen Regeln im Alltag: Ab Ende März müssen Restaurants, Cafés und Geschäfte landesweit bereits um 21 Uhr schließen. Nur donnerstags und freitags dürfen sie bis 22 Uhr geöffnet bleiben. Das berichtet unter anderem die Zeitung dailymail.co.uk.

Touristen müssen in Ägypten mit Einschränkungen rechnen. Aufgrund der Energiekrise hat die Regierung weitreichende Maßnahmen beschlossen.
Touristen müssen in Ägypten mit Einschränkungen rechnen. Aufgrund der Energiekrise hat die Regierung weitreichende Maßnahmen beschlossen. Copyright 2014 AP. All rights reserved.

Die Regel soll auch in klassischen Urlaubsorten wie Hurghada oder Sharm el-Sheikh gelten – allerdings sind Hotels selbst von den Einschränkungen ausgenommen.

Vereinzelt Stromabschaltungen

Hinter den Maßnahmen steckt eine angespannte wirtschaftliche Lage. Steigende Energiepreise und rückläufige Gasimporte haben das Land unter Druck gesetzt. Ministerpräsident Mostafa Madbouly sprach laut der Online Zeitung Egypt Independent von einer "außergewöhnlichen Krise".

Um Energie zu sparen, wird unter anderem die Straßen- und Werbebeleuchtung reduziert, teilweise Homeoffice für Staatsbedienstete eingeführt und der Stromverbrauch insgesamt gesenkt.

Berichten zufolge kann es abends auch vereinzelt zu Stromabschaltungen kommen. Hotels sind darauf jedoch meist vorbereitet und verfügen über Notstromaggregate.

Märkte und Veranstaltungsorte müssen in Ägypten wegen Energiesorgen künftig früher schließen.
Märkte und Veranstaltungsorte müssen in Ägypten wegen Energiesorgen künftig früher schließen. Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved

Für Reisende heißt das vor allem: bessere Planung. Abendessen, Einkäufe oder Ausflüge sollten eher stattfinden als gewohnt. Gleichzeitig bemüht sich die Regierung, die Auswirkungen auf den Tourismus so gering wie möglich zu halten – denn dieser ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor für das Land.

Sicherheitslage bleibt regional unterschiedlich

Trotz der aktuellen Lage bleibt Urlaub in vielen Teilen des Landes möglich, aber es gibt regionale Unterschiede.

Touristische Zentren wie Kairo, Luxor oder Badeorte am Roten Meer gelten weiterhin als vergleichsweise sicher, wenn auch zu erhöhter Vorsicht aufgerufen wird. Für Teile der Sinai-Halbinsel und Grenzregionen spricht das Auswärtiges Amt hingegen Teilreisewarnungen aus.

Eigentlich wollte die Regierung das Nachtleben und den Tourismus weiter ausbauen. Doch die Energieknappheit – verstärkt durch geopolitische Spannungen in der Golfregion in Folge des Iran-Krieges – sorgt derzeit für das Gegenteil.

Die Buchungslage war zuletzt stabil, hat aber durch die aktuelle Entwicklung einen Dämpfer erhalten. Wie lange die Einschränkungen gelten, hängt maßgeblich von der weiteren Energieversorgung ab.

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