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Ukrainische Drohnen über Estland und Lettland abgestürzt: Kraftwerk beschädigt, keine Verletzten

Ein Drohnenjäger fängt während einer Übung an der Yatagan-Schule für unbemannte Flugsysteme in der Region Kyjiw, Ukraine, eine Zieldrohne ab.
Ein Drohnenjäger fängt während einer Übung an der Yatagan-Schule für unbemannte Flugsysteme in der Region Kyjiw, Ukraine, eine Zieldrohne ab. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Orestes Georgiou Daniel & Euronews mit AFP
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Nach Angaben des estnischen Inlandsgeheimdienstes hat eine Drohne den Schornstein eines Kraftwerks im Nordosten Estlands getroffen. Weil sie aus dem russischen Luftraum abstürzten, wurde zunächst Moskau verantwortlich gemacht. Letztendlich handelte es sich um ukrainische Drohnen.

Drohnen aus dem russischen Luftraum haben Landesgebiet von Lettland und Estland getroffen, wie die zuständigen Behörden am Mittwoch jeweils mitteilten.

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Eine Drohne "traf den Schornstein des Kraftwerks Auvere" in Estland, teilte der estnische Inlandsgeheimdienst ISS in einer Erklärung mit. Eine weitere Drohne ist über lettischem Gebiet abgestürzt.

Das Kraftwerk Auvere, das von der Enefit Power-Gruppe betrieben wird, befindet sich im Nordosten Estlands, nahe der Stadt Narwa an der russischen Grenze.

"Dies sind die Auswirkungen von Russlands großangelegtem Angriffskrieg", sagte ISS-Generaldirektorin Margo Palloson und äußerte sich besorgt über "das Auftreten solcher Vorfälle in der Zukunft".

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen zu dem Vorfall in Estland eingeleitet.

Drohnenvorfall auch in Lettland

Unterdessen erklärte die lettische Ministerpräsidentin Evika Silina in einem Beitrag auf X, dass es sich bei der Drohne, die auf lettischem Gebiet abgestürzt sei, offenbar um eine ukrainische gehandelt habe.

"Ich stehe in engem Kontakt mit dem Verteidigungsminister, den Nationalen Streitkräften (NBS) und den zuständigen Behörden sowie mit den Regierungschefs Estlands und Litauens", erklärte Silina weiter auf der Plattform X. Es habe keine Verletzten gegeben.

Die lettische Luftwaffe hat den Vorfall über das Frühwarnsystem aufnehmen können. Nach Angaben des Militärs soll im Bezirk Kraslava ein explosionsähnliches Geräusch festgestellt worden sein. Einheiten der Nationalen Streitkräfte, der Staatspolizei und des Staatlichen Grenzschutzes seien vor Ort gewesen.

Kraslava liegt im Südosten Lettlands an der Grenze zu Belarus, einem Verbündeten Moskaus.

Die Trümmerteile der Drohne konnten gefunden werden. Eine weitere Gefahr für die Sicherheit der Zivilbevölkerung und des lettischen Luftraums bestehe nach Angaben der lettischen Armee nicht. Nun sollen die Umstände untersucht werden.

Die Ukraine führte in der Nacht mehrere Angriffe gegen Russland durch, wobei insbesondere der wichtige nordwestliche Hafen Ust-Luga am Finnischen Meerbusen ins Visier genommen wurde.

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