Die Frage der Urananreicherung ist seit mehr als zwei Jahrzehnten ein zentrales Thema in den Beziehungen des Westens zum Iran. Die USA und ihre Verbündeten beschuldigen Teheran, nach Atomwaffen zu streben.
Der Leiter der iranischen Atomenergiebehörde schloss am Donnerstag jegliche Beschränkung der iranischen Urananreicherung aus und erklärte, die Forderungen der Vereinigten Staaten und Israels würden "nicht wahr werden".
"Die Behauptungen und Forderungen unserer Feinde, das iranische Anreicherungsprogramm einzuschränken, sind lediglich Wünsche, die wir begraben werden", wurde Mohammad Eslami von der iranischen Nachrichtenagentur ISNA zitiert.
Seine Äußerungen erfolgten vor den Gesprächen, die Ende der Woche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten unter pakistanischer Vermittlung stattfinden sollen.
"Alle Verschwörungen und Aktionen unserer Feinde, einschließlich dieses brutalen Krieges, haben zu keinem Ergebnis geführt. Jetzt versuchen sie, durch Verhandlungen etwas zu erreichen", sagte Eslami.
Die Frage der Urananreicherung ist seit mehr als zwei Jahrzehnten ein zentrales Thema in den Beziehungen des Westens zum Iran. Die USA und ihre Verbündeten beschuldigen Teheran, nach Atomwaffen zu streben, während der Iran stets darauf beharrt hat, sein Programm diene ausschließlich zivilen Zwecken.
US-Präsident Donald Trump hat betont, dass es nach dem Krieg keine Anreicherung von Uran durch den Iran geben wird.
Vor dem aktuellen Krieg behauptete er, der Iran strebe den Bau von Atomwaffen an. Eine Behauptung, die von der UN-Atomaufsicht nicht unterstützt wird.
Die US-israelischen Angriffe vom 28. Februar, mit denen der Krieg begann, fanden statt, während Washington und Teheran in Verhandlungen standen, die auch das iranische Atomprogramm zum Gegenstand hatten.
Während des 12-tägigen Konflikts im vergangenen Juni hatten Israel und die Vereinigten Staaten das iranische Atomprogramm angegriffen und behauptet, die Fähigkeit des Landes zur Urananreicherung zerstört zu haben.
Dennoch ist der Verbleib von mehreren hundert Kilogramm hochangereichertem Uran nach der Bombardierung weiterhin unbekannt.
Es wird vermutet, dass es unter den Trümmern eines bombardierten Ortes vergraben ist. Trump schlug in einem Beitrag in den sozialen Medien vor, dass der Iran und die USA zusammenarbeiten könnten, um das gesamte tief vergrabene" Nuklearmaterial auszugraben und zu entfernen.
Vor dem Konflikt im vergangenen Jahr hatte der Iran Uran auf 60 % angereichert, was deutlich über dem in einem inzwischen ausgelaufenen Atomabkommen aus dem Jahr 2015 erlaubten Grenzwert von 3,67 % liegt und nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde nahe an den für den Bau einer Bombe erforderlichen 90 %.