Die Minister aus Griechenland, Frankreich und den Niederlanden waren auf dem Weg nach Zypern. Dort beginnt heute in Nikosia ein informelles Treffen der EU-Verteidigungsminister.
Am Sonntagabend ist es zu einem Zwischenfall mit den Regierungsflugzeugen des griechischen Verteidigungsministers Nikos Dendias sowie seiner Amtskollegen aus Frankreich und den Niederlanden gekommen.
Die Maschinen befanden sich auf dem Weg nach Zypern, wie aus Kreisen in Nikosia verlautete.
Nach diesen Angaben nahm der Kontrollturm des Flughafens Tymbou Kontakt auf und versuchte, die Regierungsflugzeuge der drei Minister aus EU-Mitgliedstaaten zu leiten. Die türkische Seite beließ es jedoch nicht dabei. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen starteten zudem zwei F-16, die die Türkei seit März auf Zypern stationiert hat, und störten die Flugzeuge.
Die türkischen F-16 näherten sich den Maschinen zwar nicht direkt. Die griechische öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt ERT kommentierte jedoch, „dass allein der Umstand, dass sie gestartet waren und sich in größerer Entfernung im Luftraum befanden, während der Verteidigungsminister und zwei seiner Amtskollegen zur Landung auf das informelle Treffen der europäischen Verteidigungsminister am heutigen Montag (08.06.) in Nikosia ansetzten, beispiellos ist“.
Nach Angaben diplomatischer Kreise hatte es bereits in der Vergangenheit ähnliche Vorfälle gegeben. Demnach versucht die türkische Seite mit diesem Vorgehen, das als äußerst gefährlich für die Flugsicherheit gilt, dem nur von der Türkei anerkannten „Staat“ der selbsternannten „Türkischen Republik Nordzypern“ mehr Gewicht zu verleihen. Die Vereinten Nationen haben in zahlreichen Resolutionen festgehalten, dass dieses Gebilde völkerrechtlich nicht anerkannt ist.