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Kolumbianischer Präsident: "Hitler ist in Europa wieder lebendig"

DATEI: Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro spricht während einer Pressekonferenz in der kolumbianischen Botschaft in Washington, 3. Februar 2026.
DATEI: Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro spricht während einer Pressekonferenz in der kolumbianischen Botschaft in Washington, 3. Februar 2026. Copyright  AP
Copyright AP
Von Rafael Salido & Javier Iniguez De Onzono
Zuerst veröffentlicht am
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Der kolumbianische Präsident warnt vor der Zunahme von Fremdenfeindlichkeit und der extremen Rechten in Europa.

Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro hat am Fraitag gesagt, Adolf Hitler sei "in Europa wieder lebendig", und zwar durch den "Rassenhass gegen Ausländer". Dieses Phänomen würde es seiner Meinung nach rechtsextremen Parteien ermöglicht, in mehreren Ländern Europas Wahlen zu gewinnen.

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Der Präsident sagte in einem Interview, diese Ablehnung richte sich nicht gegen Einwanderer, sondern sie "hänge von der Hautfarbe ab", was er als Ausdruck von Hitlers Ideologie sehe.

"Die Vielfalt ist die Quelle des Reichtums. Fremdenfeindlichkeit und das Gewinnen von Wahlen durch Ausländerhass und Rassenhass, die sich nicht gegen irgendeinen Ausländer richten, sondern von der Hautfarbe abhängen, das nennt man Hitler", sagte Petro in einem Interview in der Sendung "Los Desayunos", die von "RTVE" und "EFE" ausgestrahlt wird.

"Das ist Hitler. Hitler ist in Europa wieder lebendig und er will Bomber schicken, um europäische Städte zu bombardieren, so wie er es hier in der Nähe getan hat", so Petro.

Petro fordert Machtteilung in Venezuela – und attackiert USA und Israel scharf

Im selben Interview hat der kolumbianische Präsident vorgeschlagen, den politischen Dauerstreit in Venezuela vorübergehend zu entschärfen: Regierung und Opposition sollten für „ein oder zwei Jahre“ gemeinsam regieren, um gegenseitiges Vertrauen aufzubauen.

Gustavo Petros Idee orientiere sich an Erfahrungen aus Kolumbien. Dort habe eine zeitlich begrenzte Zusammenarbeit verfeindeter Lager geholfen, den Weg zu freien Wahlen zu ebnen. Ähnlich könne es auch in Venezuela funktionieren: Erst Vertrauen schaffen, dann faire Abstimmungen ermöglichen.

Mit seinem Vorschlag zielt Petro auf eine Übergangslösung zwischen dem sogenannten Chavismus – also der politischen Bewegung rund um die Regierung in Caracas – und der Opposition.

Deutlich schärfer äußerte sich der linke Präsident zu internationalen Konflikten. Mit Blick auf die USA und Israel sprach er von einem „für die Menschheit sehr zerstörerischen Block“. Besonders kritisierte er den israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu und dessen Einfluss auf die US-Politik unter Donald Trump.

Auch die Angriffe auf iranisches Gebiet verurteilte Petro und hob hervor, dass Spanien innerhalb Europas eine besonders aktive Rolle einnehme.

Klare Worte fand er zudem zur US-Politik gegenüber Kuba: Die jahrzehntelange Blockade bezeichnete Petro als „Völkermord“, da sie aus seiner Sicht darauf abziele, die Bevölkerung wirtschaftlich auszuhungern.

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