Das Verfahren gegen den beliebten Wettanbieter soll drei bis vier Monate dauern; die spanische Website bleibt an diesem Dienstag für Nutzer noch erreichbar.
Das spanische Verbraucherschutzministerium hat die Blockade zweier aufstrebender Wettplattformen veranlasst: Polymarket und Kalshi. Die Behörde geht davon aus, dass beide Anbieter in Spanien tätig sind, "ohne über die nach dem Glücksspielrecht erforderliche behördliche Genehmigung zu verfügen".
Das von Pablo Bustinduy geleitete Ministerium hat bei Gericht eine einstweilige Anordnung beantragt, um die Webseiten der Plattformen in Spanien zu sperren, bis das eingeleitete Verfahren endgültig entschieden ist. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels waren beide Seiten von Spanien aus allerdings weiterhin erreichbar.
In einer Mitteilung erklärte das Ministerium, die Entscheidung sei getroffen worden, nachdem es die multinationalen Unternehmen direkt kontaktiert, jedoch keine Antwort erhalten habe. Das Verfahren dürfte drei bis vier Monate dauern.
Die Plattformen betreiben sogenannte Prognosemärkte, die wie Echtzeit-Umfragen funktionieren: Nutzer kaufen Anteile auf den Eintritt bestimmter Ereignisse – etwa auf den Auftritt eines Gasts bei einem Konzert oder den Ausgang einer Wahl. Die Preise ändern sich dabei laufend in Echtzeit.