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Hantavirus: Papst dankt Kanarischen Inseln für Hilfe nach Ausbruch

Eine Möwe fliegt über den Himmel, während Papst Leo XIV. das Mittagsgebet Regina Coeli auf dem Petersplatz in der Vatikanstadt spricht, 10. Mai 2026.
Eine Möwe fliegt über den Himmel, während Papst Leo XIV. das Mittagsgebet Regina Coeli auf dem Petersplatz in der Vatikanstadt spricht, 10. Mai 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Rafael Salido
Zuerst veröffentlicht am
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Leo XIV. lobte die Aufnahmebereitschaft des Archipels nach der Ankunft des betroffenen Kreuzfahrtschiffs und kündigte an, die Inseln im Juni wegen ihrer Bedeutung für die Migration zu besuchen.

Papst Leo XIV. hat den Bewohnern der Kanarischen Inseln für ihre Aufnahmebereitschaft gedankt, nachdem das Kreuzfahrtschiff MV Hondius, auf dem es zu einem Hantavirus-Ausbruch mit mindestens drei Todesfällen gekommen war, auf Teneriffa anlegen durfte.

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Während seines sonntäglichen Angelusgebets, das er auf Spanisch hielt, sagte der Papst vom Balkon der Basilika St. Paul vor den Mauern im Vatikan:

„Ich möchte den Bewohnern der Kanarischen Inseln dafür danken, dass sie die Ankunft des Kreuzfahrtschiffes ‚Hondius‘ mit den Hantavirus-Patienten ermöglicht haben.“

Damit bezog sich Leo XIV. auf die umfangreichen Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen, die nach dem Eintreffen des Schiffes auf Teneriffa eingeleitet wurden.

Der Papst kündigte zudem seinen bevorstehenden offiziellen Besuch in Spanien an, der vom 6. bis 12. Juni stattfinden soll und auch einen Aufenthalt auf den Kanarischen Inseln umfasst.

„Ich freue mich darauf, Sie nächsten Monat bei meinem Besuch auf den Inseln zu treffen“, sagte er.

Die Reise unterstreicht die Bedeutung der Kanarischen Inseln als wichtiger Knotenpunkt für humanitäre Hilfe und als zentrale Station in der Migrationspolitik an der südlichen Außengrenze Europas.

Nach Angaben des Vatikans wird Leo XIV. die Inselgruppe im Rahmen seiner Spanienreise besuchen. Dabei sollen insbesondere Fragen des Migrationsdrucks sowie der Umgang mit humanitären und gesundheitlichen Notlagen im Mittelpunkt stehen.

Passagiere unter medizinischer Beobachtung

In Spanien wird unterdessen eine Frau in einem Krankenhaus in Alicante überwacht, nachdem sie mit demselben Flugzeug wie ein mit dem Hantavirus infizierter Passagier aus Honduras gereist war.

Die Frau wurde in zwei aufeinanderfolgenden PCR-Tests negativ getestet und zeigt keine Symptome. Vorsorglich bleibt sie jedoch in Isolation und wird gemäß den Vorgaben des spanischen Gesundheitsministeriums weiter untersucht.

Es handelt sich um den ersten Verdachtsfall in Spanien, seit das europäische epidemiologische Überwachungssystem eine Warnung herausgegeben hat.

Die 14 spanischen Passagiere der „MV Hondius“ befinden sich bereits im Madrider Militärkrankenhaus Gómez Ulla. Dort wurden sie am Mittwoch in eine Isolierstation aufgenommen, um eine Quarantäne zu beginnen. Über deren Dauer haben die Gesundheitsbehörden bislang keine Entscheidung getroffen.

Die Gruppe – 13 Passagiere und ein Besatzungsmitglied – traf am Nachmittag in zwei von der Nationalpolizei begleiteten Bussen im Krankenhaus ein. Zuvor waren sie vom Luftwaffenstützpunkt Torrejón de Ardoz aus etwa 40 Minuten unterwegs gewesen, nachdem sie aus Teneriffa eingeflogen worden waren.

Bei ihrer Ankunft wurden sie von mehreren Bürgern mit Applaus empfangen. Alle Betroffenen stehen weiterhin unter ärztlicher Beobachtung.

Neue Fälle: ein Amerikaner und ein Franzose

Auch außerhalb Spaniens wurden zwei weitere Fälle bestätigt, die mit dem Ausbruch auf der „MV Hondius“ in Verbindung stehen.

In den Vereinigten Staaten wurde einer der evakuierten Passagiere positiv auf das Hantavirus getestet. Der Betroffene zeigt bislang keine Symptome, wurde jedoch vorsorglich in eine spezialisierte Biocontainment-Einheit im Bundesstaat Nebraska verlegt.

In Frankreich entwickelte einer der fünf repatriierten Staatsbürger während des Rückflugs Symptome. Daraufhin ordneten die Behörden für die gesamte Gruppe eine sechswöchige Quarantäne an und aktivierten ein besonderes Isolationsprotokoll, um mögliche Übertragungsketten frühzeitig zu unterbrechen.

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