Sanitäter der britischen Armee sind auf das abgelegene südatlantische Inselgebiet Tristan da Cunha abgesprungen. Bei einer der insgesamt zweihunderteinundzwanzig Bewohnerinnen und Bewohnern besteht der Verdacht auf eine Hantavirus-Infektion.
Die Patientin oder der Patient war als Passagier an Bord des Expeditionsschiffs MV Hondius und ging dort im vergangenen Monat von Bord.
Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums sprang am Samstag ein Team aus sechs Fallschirmjägern und zwei Ärztinnen beziehungsweise Ärzten aus einem Transportflugzeug der Royal Air Force ab. Die Maschine setzte zugleich Sauerstoff und medizinisches Gerät über der Insel ab.
Tristan da Cunha ist das entlegenste bewohnte Überseegebiet Großbritanniens. Die Inselgruppe liegt rund zweitausendvierhundert Kilometer von der nächsten bewohnten Insel St. Helena entfernt.
Der vulkanische Archipel verfügt über keine Landebahn. In der Regel ist er nur per Schiff auf einer sechstägigen Überfahrt von Kapstadt in Südafrika zu erreichen.