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Weitere Hantavirus-Fälle bestätigt – Vier Passagiere in Deutschland angekommen

Das vom Hantavirus befallene Kreuzfahrtschiff MV Hondius liegt vor Anker, nachdem es am Sonntag, den 10. Mai 2026, im Hafen von Granadilla auf Teneriffa, Kanarische Inseln, Spanien, angekommen ist.
Das vom Hantavirus befallene Kreuzfahrtschiff MV Hondius liegt vor Anker, nachdem es am Sonntag, den 10. Mai 2026, im Hafen von Granadilla auf Teneriffa, Kanarische Inseln, Spanien, angekommen ist. Copyright  AP
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Von Rory Elliott Armstrong mit AFP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Das Kreuzfahrtschiff MV Hondius, auf dem das Hantavirus ausgebrochen ist, legte am Sonntag auf den Kanarischen Inseln an. Unter den Passagieren waren auch vier Deutsche, die mit einem Sonderisoliertransport nach Berlin und Frankfurt gebracht werden sollen.

Die ersten Evakuierungsflüge für Passagiere und Crew der MV-Hondius, dem Kreuzfahrtschiff, auf dem das Hantavirus ausgebrochen war, wurden erfolgreich abgeschlossen. Unter den Passagieren sind auch vier Deutsche, die nun in Kliniken in Frankfurt und Berlin gebracht werden sollen.

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Sie sollen Sonntagabend am Flughafen Eindhoven in den Niederlanden angekommen sein. Anschließend wurden die Passagiere mit einem Sonderisoliertransport ins Uniklinikum Frankfurt und an die Charité in Berlin gebracht. Dort sind Untersuchungen geplant sowie eine Quarantäne-Zeit angeordnet. Bisher haben die MV-Hondius-Passagiere alle keine Symptome.

Eine weitere Person, bisher ebenfalls symptomfrei wird derzeit im Universitätsklinikum Düsseldorf isoliert. Denn bei diesen Krankenhäusern handelt es sich um Sonderisolierstationen, die für die Versorgung von Patienten mit Krankheiten durch hochpathogene Erreger – also solche mit hoher Sterblichkeit – zuständig sind. Davon gibt es sieben in Deutschland.

Dahinter steht der Ständige Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger, kurz auch STAKOB. "Nicht alle Krankenhäuser verfügen beispielsweise über Isolierzimmer mit einer speziellen Unterdruck-Lüftungsanlage mit Filtern und Schleusensystem, wie das Gebäude der Infektionsstation am UKD", erklärte der Sprecher des Universitätsklinikums Tobias Pott auf Anfrage von Euronews.

Nach Hantavirus-Ausbruch: Passagiere werden in ihre Länder zurückgebracht

Das Kreuzfahrtschiff, auf dem das tödliche Hantavirus ausgebrochen ist, traf am Sonntagnachmittag auf den spanischen Kanarischen Inseln ein. Fast 150 Menschen an Bord werden nach Wochen auf See nach Hause geflogen.

Die unter niederländischer Flagge fahrende MV Hondius erreichte den spanischen Hafen Granadilla in Begleitung eines Schiffes der Guardia Civil.

Die erste Gruppe, allesamt spanische Staatsbürger, wurde bereits evakuiert und ist auf dem Weg nach Madrid, wo sie in Quarantäne gehen werden. Alle Passagiere an Bord des Flugzeugs zeigen keine Symptome.

Die Ausschiffung erfolgt in Gruppen von jeweils fünf Personen und nur dann, wenn das entsprechende Flugzeug – abhängig von der Nationalität der jeweiligen Gruppe – am internationalen Flughafen Teneriffa Süd startbereit ist.

Die Operation soll bis Montag andauern. Das Schiff wird dann seinen Weg in die Niederlande fortsetzen.

Drei Passagiere des Schiffes - ein niederländisches Ehepaar und eine deutsche Frau - sind gestorben, während andere an der seltenen Krankheit, die sich normalerweise unter Nagetieren ausbreitet, erkrankt sind.

Positiv getestet: Zwei neue Fälle bei Passagieren der MV Hondius

Auch nach Frankreich gab es bereits Rücktransporte aus den Niederlanden. Wie das französische Gesundheitsministerium am Montag mitteilte, soll eine von fünf französischen Passagieren nun positiv auf die seltene Krankheit getestet worden sein.

Sie soll sich bereits Sonntagabend sehr unwohl gefühlt haben und in Paris unter Quarantäne gestellt worden sein. "Die Tests fielen positiv aus", erklärte Gesundheitsministerin Stéphanie Rist gegenüber dem Radiosender France Inter.

Auch ein Passagier aus den USA wurde nach Informationen der US-Gesundheitsbehörden "leicht positiv" auf das Virus getestet. Ein weiterer Reisender soll "leichte Symptome" aufweisen.

Im Rahmen der Evakuierungsaktion wurden am Sonntag 94 Menschen aus 19 verschiedenen Ländern in Sicherheit gebracht, wie die spanische Gesundheitsministerin Mónica García auf Teneriffa, einer der Kanarischen Inseln, mitteilte.

Gesundheitsbehörden: Risiko für die Allgemeinheit gering

Der einzige Hantavirus-Typ, der von Mensch zu Mensch übertragen werden kann - das Andenvirus - wurde bei den positiv getesteten Personen bestätigt, was die internationale Besorgnis schürt.

"Wir stufen jeden an Bord als Hochrisikokontakt ein", sagte die WHO-Direktorin für Epidemie- und Pandemievorsorge, Maria Van Kerkhove, am Samstag.

Das Risiko für die Allgemeinheit und die Menschen auf den Kanarischen Inseln sei jedoch gering, fügte sie hinzu. Die Gesundheitsbehörden haben jedoch betont, dass das Risiko für die globale öffentliche Gesundheit gering sei. Vergleiche mit der Covid-19-Pandemie sind demnach nicht verhältnismäßig.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, der am Samstag in Spanien eintraf und die Evakuierung des Schiffes beaufsichtigen soll, gab die gleiche Zusicherung und dankte den Menschen auf Teneriffa für ihre Solidarität.

"Ich möchte, dass Sie mich deutlich hören", schrieb Tedros Ghebreyesus am Samstag in einem offenen Brief an die Einwohner Teneriffas: "Dies ist kein weiteres Covid."

Nach seiner Ankunft auf Teneriffa sagte er, er sei zuversichtlich, dass die Operation ein Erfolg werde. "Spanien ist bereit und vorbereitet", sagte er vor Reportern.

Die WHO erklärte am Freitag, sie habe sechs von acht Verdachtsfällen bestätigt. Auf dem Schiff gibt es keine weiteren Verdachtsfälle mehr.

Die MV Hondius kam von den Kapverden, wo Anfang der Woche bereits drei infizierte Personen evakuiert worden waren. Sie verließ Ushuaia, Argentinien, am 1. April zu einer Kreuzfahrt über den Atlantik nach Kap Verde.

Verfolgung und Rückverfolgung

In Madrid betonten das spanische Gesundheits- und das Innenministerium, dass es "keinen Kontakt" mit der einheimischen Bevölkerung geben werde und dass die Passagiere "nach Nationalitätengruppen" ausreisen würden.

"Alle Gebiete, die die Passagiere durchqueren, werden abgeriegelt", sagte der Innenminister und fügte hinzu, dass um das Schiff eine maritime Sperrzone eingerichtet werde.

Der Gesundheitsbeamte der Provinz, Juan Petrina, sagte, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der mit dem Ausbruch in Verbindung gebrachte Niederländer sich die Krankheit in Ushuaia zugezogen hat, aufgrund der Inkubationszeit des Virus und anderer Faktoren nahezu gleich Null sei.

Gesundheitsbehörden in mehreren Ländern haben Passagiere, die bereits von Bord gegangen waren, und alle, die mit ihnen in Kontakt gekommen sein könnten, überwacht.

Eine Flugbegleiterin der niederländischen Fluggesellschaft KLM, die mit einem infizierten Passagier des Kreuzfahrtschiffes in Kontakt kam und später leichte Symptome zeigte, wurde negativ auf das Hantavirus getestet, teilte die WHO am Freitag mit.

Die Passagierin - die Ehefrau des ersten Todesopfers - hatte sich am 25. April kurzzeitig in einem Flugzeug von Johannesburg in die Niederlande befunden, wurde aber vor dem Start entfernt.

Sie starb am folgenden Tag in einem Krankenhaus in Johannesburg.

Die spanischen Behörden teilten mit, dass eine Frau an Bord dieses Fluges auf das Hantavirus getestet wurde, nachdem sie zu Hause in Ostspanien Symptome entwickelt hatte. Sie befinde sich in einem Krankenhaus in Isolation, sagte Gesundheitsminister Javier Padilla.

Zwei Einwohner Singapurs, die sich auf dem Schiff befanden, wurden negativ auf die Krankheit getestet, bleiben aber in Quarantäne, so die Behörden des Stadtstaates am Freitag.

Die britischen Gesundheitsbehörden teilten ebenfalls am Freitag mit, dass es einen Verdachtsfall auf Tristan da Cunha gibt, einer der isoliertesten Siedlungen der Welt mit rund 220 Einwohnern. Tristan da Cunha ist eine abgelegene Inselgruppe im Südatlantik. Sie gehört politisch zum britischen Überseegebiet.

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