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Von der Ostsee ins Museum? "Timmys" Reise wohl noch nicht zu Ende

Timmy im April 2026
Timmy im April 2026 Copyright  (c) Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Von Sonja Issel
Zuerst veröffentlicht am
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Eigentlich schien die Geschichte des Buckelwals "Timmy" mit seinem Tod, der Obduktion und der geplanten Verarbeitung seiner Überreste zu Biodiesel beendet. Nun interessieren sich mehrere Museen in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden für seine Knochen.

Nach wochenlangen Rettungsversuchen, dem Tracking nach seiner Befreiung, der späteren Entdeckung seines Kadavers vor der Küste Dänemarks, der Obduktion und schließlich der Entscheidung, den Großteil der Überreste des Tieres zu Biodiesel zu verarbeiten, könnte man meinen, die Geschichte von "Timmy" sei zu Ende erzählt.

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Doch auch jetzt scheint die Reise des Buckelwals noch nicht vorbei zu sein.

Mehrere Museen haben inzwischen Interesse an Knochen des als "Timmy" bekannt gewordenen Buckelwals angemeldet. „Wir haben uns einige Knochen gesichert, darunter eine Flosse, Beckenknochen und Rückenwirbel“, sagte Daniel Klingberg Johansson, Sammlungsleiter am Naturhistorischen Museum in Kopenhagen, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Knochen sollen zunächst nicht in Kopenhagen ausgestellt werden. Stattdessen haben nach Angaben Johanssons mehrere Museen in Dänemark, Deutschland und den Niederlanden Interesse an den Überresten bekundet.

Dabei gehe es nicht nur um die Geschichte des Wals selbst. Die Ausstellungen sollen auch grundsätzliche Fragen aufwerfen: Wie betrachten Menschen Wildtiere? Und wie gehen wir mit der Natur um?

Der Fall hatte in Dänemark und Deutschland bereits während der Rettungsversuche und nach dem Tod des Tieres für Diskussionen gesorgt. Mehrere Experten kritisierten damals den Umgang der Behörden mit dem Buckelwal.

Obduktion ohne klares Ergebnis

Der bereits stark verweste Kadaver des Wals wurde nach seiner Strandung auf der dänischen Insel Anholt obduziert. Eine eindeutige Todesursache konnten die Experten dabei jedoch nicht feststellen.

Zumindest die Daten seines GPS-Senders lieferten weitere Hinweise auf seine letzten Tage. Nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) übermittelte der Tracker noch bis zum 7. Mai Daten, darunter Informationen zu Wassertiefe, Temperatur, Bewegungsmustern und Geschwindigkeit. Die gesammelten Daten sollen nun wissenschaftlich ausgewertet werden.

Den Aufzeichnungen zufolge lebte der Buckelwal nach seiner Freilassung am 2. Mai vermutlich nur noch bis zum 6. oder 7. Mai.

Bis zu seinem Tod legte das Tier laut Backhaus noch rund 215 Kilometer zurück. Dabei nahm es erneut Kurs auf die Ostsee. Zudem bewegte sich der Wal langsamer und tauchte nicht mehr so tief wie zuvor – mögliche Hinweise auf einen zunehmend geschwächten Gesundheitszustand.

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