Die nach Angaben des Rathauses in Spanien bisher einmalige Maßnahme folgt auf mehrere Diebstähle von Zierpalmen im Wert von rund 500 Euro pro Stück.
Die Stadtverwaltung Sevilla hat Ortungschips an mehreren Kubapalmen an der Avenida Aeronáutica im Osten der Stadt angebracht, um sie bei einem erneuten Diebstahl aufspüren zu können, falls die Bäume wieder gestohlen werden.
Die Maßnahme, nach Angaben der Stadt ein Pilotprojekt in Spanien, folgt auf das Verschwinden von rund zehn Bäumen, wegen dessen bereits die Nationalpolizei ermittelt.
Die Palmen gehören zu einer Art aus der Familie der Arecaceae, die als Zierpflanze sehr gefragt ist. Sie kosten einen geschätzten Betrag von rund 500 Euro pro Baum, inklusive Kauf, Pflanzung und Anpassung an das Stadtumfeld.
Der städtische Park- und Gartendienst entschied sich für den Einbau der Chips, nachdem er mehrere Strafanzeigen gestellt hatte. Ziel ist es, das Auffinden der Bäume zu erleichtern und zu helfen, die Verantwortlichen der Diebstähle zu ermitteln.
Ein Hinweis aus der Bevölkerung brachte die Ermittlungen voran: Eine Person wandte sich an das Rathaus und übergab Fotos eines mutmaßlich an den Diebstählen Beteiligten. Außerdem verknüpften Überwachungskameras in der Umgebung den Verdächtigen mit mehreren der Taten.
Städtische Fachleute betonen, dass das Ausgraben dieser Palmen Fachkenntnisse und spezielles Gerät erfordert, da sie groß und schwer sind.
Die Stadt hat außerdem den Diebstahl von rund 100 SunPatiens-Zierpflanzen im Parque de San Jerónimo angezeigt. Der wirtschaftliche Schaden liegt bei knapp 400 Euro.
Die Vorfälle verstärken im Rathaus die Sorge, dass künftig vermehrt Pflanzen aus öffentlichen Grünanlagen verschwinden.