Ab Montag gilt im zentralen und südlichen Binnenland die Warnstufe Gelb. Am Dienstag folgt Trás-os-Montes, am Mittwoch der Rest des Festlands. Bis zum Wochenende steigen die Temperaturen im Tejo-Tal und im Alentejo auf bis zu 43 Grad.
Der Juli beginnt auf dem portugiesischen Festland mit einer längeren Hitzewelle. Sie bringt tropische Nächte und lässt die Thermometer in einigen Regionen auf bis zu 43 °C steigen.
Nach Angaben des Instituto Português do Mar e da Atmosfera (IPMA (Quelle auf Portugiesisch)) liegt die Ursache in einem „Antizyklon nördlich bis nordwestlich des Azoren-Archipels“, der eine „sehr heiße und trockene Luftmasse“ nach Portugal führt.
Die Durchschnittstemperatur soll in ganz Festlandportugal drei bis sieben Grad über den üblichen Werten liegen, so das IPMA. Besonders im Zentrum und im Alentejo werden Anstiege von fünf bis sieben Grad erwartet.
Die Marke von 40 °C wird ab Mittwoch in den Distrikten des Alentejo überschritten. Die große Hitze breitet sich den Meteorologinnen und Meteorologen zufolge bis zum Wochenende auch auf andere Regionen aus. Im Inneren des Alentejo liegen die Höchstwerte mindestens vom 1. bis 7. Juli über 40 °C.
In diesem Zeitraum erreichen oder übertreffen acht Distrikte die 40-Grad-Marke: Braga, Coimbra, Castelo Branco, Santarém, Lissabon, Portalegre, Évora und Beja.
Anders als beim Hitzeereignis Ende Mai trifft die Hitze diesmal auch die Küstenregionen. Vor allem ab Mittwoch steigen dort die Höchsttemperaturen auf 35 bis 38 °C.
„Die Meeresbrise an der Küste ist am Nachmittag nur schwach. Dadurch werden stellenweise ungewöhnlich hohe Temperaturen gemessen“, erklärt das IPMA.
Die Lage verschärfen tropische Nächte. Zu Wochenbeginn liegen die Tiefstwerte zwischen 12 und 17 °C. Ab Dienstag steigen sie im Landesinneren über 20 °C, ab Donnerstag auch in den übrigen Regionen.
Gelbe Hitzewarnungen in mehreren Distrikten
Angesichts eines „langen Zeitraums mit heißem und trockenem Wetter“ hat das IPMA ab diesem Montag gelbe Warnungen für die Distrikte Guarda, Castelo Branco, Portalegre, Évora und Beja herausgegeben.
Am Dienstag weitet die Behörde die Warnungen auf Bragança und Vila Real aus. Ab Mittwoch gelten sie in allen übrigen Distrikten des portugiesischen Festlands.
Diese Einschätzung kann sich jedoch ändern.
Aufgrund der „langen Dauer dieses Hitzeereignisses“ hält das IPMA es für „sehr wahrscheinlich“, dass es die Warnstufe in mehreren Distrikten in den kommenden Tagen weiter erhöht.