Das Gremium prüft Tumulte nach Spaniens WM-Finalsieg, Aktionen argentinischer Spieler, Vorfälle bei der Pokalübergabe und ein politisches Plakat von Giovani Lo Celso nach dem Halbfinale.
Die FIFA hat ein Disziplinarverfahren gegen die argentinische Nationalmannschaft eingeleitet. Anlass sind Vorfälle nach dem WM-Finale, in dem Spanien den Titel holte, berichten lokale Medien.
Der Weltverband wertet nun die Schiedsrichterberichte und die TV-Bilder der Partie aus, um zu klären, ob Spieler oder Mitglieder des Trainerstabs der Albiceleste bestraft werden.
Zu den Vorfällen gehört die Rote Karte gegen Leandro Paredes wegen einer Tätlichkeit kurz nach Spielende. Auf den TV-Bildern ist zu sehen, wie der Mittelfeldspieler mit mehreren Spaniern aneinandergerät. Er soll dabei Eric García am Hals gepackt und Gavi während der Feierlichkeiten zum Titelgewinn von La Roja gestoßen haben.
Die FIFA nimmt außerdem das Verhalten von Nahuel Molina unter die Lupe, dem ein Schlag gegen Rodri vorgeworfen wird.
Geprüft wird auch die Rolle des argentinischen Co-Trainers Roberto Ayala, der Dani Olmo gestoßen haben soll. Darüber hinaus untersucht der Verband das Verhalten mehrerer argentinischer Spieler während der Pokalübergabe, als sich einige von ihnen demonstrativ abwandten, während Spanien den WM-Pokal in die Höhe stemmte.
Die Untersuchung umfasst auch das Halbfinale gegen England. Dort könnte Argentinien gegen die FIFA-Regeln in Bezug auf politische Botschaften verstoßen haben. In dieser Partie zeigte Giovani Lo Celso ein Transparent mit der Aufschrift „Las Malvinas son argentinas“, eine Aktion, die die britische Regierung bereits kritisiert hat und mit der sich nun ebenfalls der Weltfußballverband befasst.
Der Hintergrund: Die Falklandinseln/Malwinen werden seit 1833 von Großbritannien verwaltet, werden aber von Argentinien beansprucht. 1982 führte dieser Streit zum Falklandkrieg (Malwinenkrieg) zwischen beiden Ländern.
Wenn alle Beweise ausgewertet sind, entscheidet die FIFA, ob sie einzelne Disziplinarverfahren eröffnet.