Das Hitzewochenende hat in Deutschland – seit Beginn der Messungen im 19. Jahrhundert – einen weiteren Temperaturrekord gebracht, der in Brandenburg festgestellt wurde.
Der Temperaturrekord in Deutschland ist erneut gefallen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigte, wurden an der Messstation Neißemünde-Coschen im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg um 15:10 Uhr 41,7 Grad Celsius gemessen.
Meteorologen erklären, dass dieser Wert im Laufe des Tages noch überschritten werden könnte. Erst gegen 19 Uhr lasse sich endgültig feststellen, wo der neue deutsche Temperaturrekord liegt.
In den vergangenen Tagen ist in Deutschland mehrfach ein neuer Temperaturrekord seit Beginn der Aufzeichnungen aufgestellt worden. Den bisherigen Höchstwert verzeichnete erst am Samstag Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt.
Zudem galt die Nacht auf Sonntag laut Deutschem Wetterdienst als die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen: in Kubschütz in Sachsen wurden 29,4 Grad gemessen.
Die Hitze ist bei unvorsichtigem Verhalten nicht nur ein Risiko für die Gesundheit, sondern verursacht auch Schäden. So platzte auf mehreren Autobahnen, unter anderem auf Teilen der A2, der Asphalt auf. Der wegen Hitzeschäden gesperrte Abschnitt der A2 bei Burg (Sachsen-Anhalt) ist inzwischen wieder für den Verkehr freigegeben worden. Andere Teilstrecken der Autobahn in Brandenburg und Sachsen-Anhalt bleiben jedoch wegen Fahrbahnschäden weiter gesperrt. Autofahrer werden gebeten, die A2 zu umfahren.
In Leipzig schmolz der Asphalt direkt über Straßenbahngleise.
Angesichts der Hitzewelle hat Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa dazu aufgerufen, mehr Kirchen für Besucher offenzuhalten, auch als Orte zur Abkühlung. Zwar seien viele Gotteshäuser bereits zugänglich, dies reiche jedoch nicht aus – "es sollten wieder mehr sein", so Welskop-Deffaa zur Bild-Zeitung.
Der Wetterdienst geht davon aus, dass das Hitzewochenende am Sonntagabend durch aufkommende Unwetter beendet wird und für Montag deutlich kühlere Temperaturen zu erwarten sind. Nach Angaben des DWD liegen die Höchstwerte dann in den meisten Regionen nur noch zwischen 25 und 29 Grad, während im Osten und Südosten Deutschlands lokal noch bis zu 32 Grad möglich sind.