Drei weitere Personen wurden bei einem Unfall schwer verletzt, als ein Springbrunnen in Ciudad Rodrigo während der Feierlichkeiten zum Weltmeistertitel Spaniens zusammenbrach.
Die Feier über Spaniens Sieg bei der Weltmeisterschaft ist in Ciudad Rodrigo in der Provinz Salamanca in einer Tragödie geendet. Ein 13 Jahre alter Jugendlicher kam ums Leben, drei weitere Menschen wurden schwer verletzt, als der obere Teil des als Fuente del Árbol Gordo bekannten Brunnens einstürzte.
Nach dem Schlusspfiff und dem spanischen Sieg gegen Argentinien, den Ferran Torres mit seinem Treffer besiegelt hatte, strömten Hunderte Fans auf die Straßen, um den Titelgewinn zu feiern. In Ciudad Rodrigo versammelten sich viele von ihnen an der Fuente del Árbol Gordo.
Mitten in den Feierlichkeiten stürzte der obere Teil des Brunnens ein und fiel auf mehrere Menschen, die sich auf der Konstruktion befanden. Unter ihnen war der 13-Jährige. Er wurde zunächst im Gesundheitszentrum von Ciudad Rodrigo behandelt, erlag dort jedoch seinen Verletzungen.
Die Notrufzentrale 112 von Kastilien und León erhielt um 00.33 Uhr den ersten Hinweis auf den Einsturz. Mehrere Anrufer meldeten den Vorfall. Daraufhin wurden die örtliche Polizei von Ciudad Rodrigo, die Guardia Civil von Salamanca, die Feuerwehr der Provinzverwaltung und der Rettungsdienst Sacyl alarmiert. Mehrere Einsatzkräfte wurden zum Unglücksort geschickt.
Nach ersten Erkenntnissen wurden neben dem Todesopfer mindestens zwei weitere Menschen verletzt. Eine Person erlitt demnach einen Beinbruch. Der Bereich um den eingestürzten Brunnen wurde abgesperrt und wird bewacht, während die Umstände des Unglücks untersucht werden. Zudem wurde eine psychologische Notfallgruppe aktiviert, um die Angehörigen des verstorbenen Jugendlichen zu unterstützen.
Weiterer Todesfall in Toledo während des Spiels zwischen Spanien und Argentinien
Auch in Sonseca in der Provinz Toledo kam am Sonntag ein junger Mann im Alter von etwa 20 Jahren ums Leben, während er das WM-Spiel auf einem öffentlichen Platz verfolgte. Die Gemeinde ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.
Die Notrufzentrale 112 von Kastilien-La Mancha erhielt um 23.16 Uhr die Meldung, dass ein junger Mann auf der Plaza de la Virgen plötzlich Krampfanfälle erlitten habe.
Die Rettungskräfte versuchten, den Mann wiederzubeleben. Er starb jedoch noch vor Ort. Eine Autopsie soll nun die Todesursache klären.
An den kommunalen Gebäuden wurden die Flaggen als Zeichen der Trauer auf halbmast gesetzt. Die Gemeinde sprach der Familie und den Freunden des Verstorbenen ihr Beileid aus.