Immer mehr Reisende meiden lange Transfers zu Europas Touristenhochburgen und entdecken stattdessen weniger bekannte Städte und Regionen.
Können Fahrten zwischen Reisezielen selbst zum Teil der Reise werden?
Viele Urlauber besuchen inzwischen nicht mehr nur die großen Metropolen eines Landes. Sie nutzen Reisetage für Zwischenstopps in kleineren Städten und für besondere Sehenswürdigkeiten.
Laut Buchungsdaten von Daytrip, einer Plattform für Stadt-zu-Stadt-Reisen mit Autofahrten, machen Reisende die Strecke selbst zum Teil des Urlaubs. Sie legen Stopps an Orten ein, die sonst von größeren und beliebten Zielen überstrahlt werden.
Auf Grundlage einer Auswertung der Sommerbuchungen über die Plattform, überwiegend von US-Reisenden auf dem Kontinent, hat Daytrip ein Ranking der zehn wichtigsten europäischen Zwischenstopps veröffentlicht.
„Die Rangliste zeigt, dass Reisende immer öfter die Anreise als Teil des Urlaubs sehen“, teilt Daytrip mit. „Statt stundenlang nur von einem Ziel zum nächsten zu fahren, unterbrechen sie lange Transfers mit Besuchen in historischen Städten, UNESCO-Welterbestätten und bekannten Wahrzeichen entlang der Route.“
Wer also nicht nur stundenlang im Transit verbringen möchte, findet hier die Orte, die in diesem Sommer ganz oben in der Gunst der Reisenden stehen.
Daytrip-Ranking: Die zehn beliebtesten Sightseeing-Zwischenstopps in Europa
- Pompeji, Italien
- Óbidos, Portugal
- Český Krumlov, Tschechien
- Mostar, Bosnien und Herzegowina
- Coimbra, Portugal
- Aveiro, Portugal
- Nationalpark Plitwitzer Seen, Kroatien
- Ston, Kroatien
- Stonehenge, England
- Bratislava, Slowakei
Pompeji: Kurzstopp oder längerer Aufenthalt?
An der Spitze der Liste steht die erhaltene römische Stadt Pompeji. Das UNESCO-Welterbe liegt weniger als eine Stunde Fahrzeit von Städten wie Neapel, Sorrent und Ravello entfernt.
In Italien herrscht wie im übrigen Europa große Sommerhitze. Daytrip rät dennoch zu einem Besuch im Freien – mit Sonnenschutz, bequemen Laufschuhen und viel Wasser, denn Schatten gibt es nur wenig. Wer früh am Morgen startet, entgeht nicht nur der größten Hitze, sondern auch einem Großteil der Touristenmassen.
Nach Angaben der Plattform reichen bis zu vier Stunden, um die wichtigsten Orte in Pompeji zu sehen. Wer mehr Zeit mitbringt, kann den Besuch mit einem Abstecher zum nahe gelegenen Vesuv verbinden. Eine Wanderung bis zum Kraterrand bietet dort einen weiten Blick über den Golf von Neapel.