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Europa: Hitzewellen setzen Ressourcen und Versorgungssysteme unter Druck

Im Londoner Greenwich Park fahren Menschen mit dem Fahrrad über vertrocknete Wiesen, Dienstag, der elfte August 2026.
Im Londoner Greenwich Park fahren Menschen mit dem Fahrrad über verdorrtes Gras, am Dienstag, den elften August 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Rory Elliott Armstrong mit AP, AFP
Zuerst veröffentlicht am
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Großbritannien steht vor der fünften Hitzewelle dieses Sommers; in Frankreich stehen 80 Départements wegen der Hitze auf Alarmstufe Orange.

Weite Teile Westeuropas, vor allem Großbritannien und Frankreich, ächzen an diesem Donnerstag unter einer weiteren Hitzewelle. Viele Länder spüren die Belastung für Ressourcen, Wirtschaft und öffentliche Dienste.

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Vorhersagen gehen davon aus, dass die Temperaturen in Mittel- und Südostengland bis auf 38 Grad Celsius steigen. Damit lägen sie nur knapp unter dem August-Rekord von 38,5 Grad aus dem Jahr 2003.

Es ist bereits die fünfte Hitzewelle in diesem Sommer.

Met Office, der Wetterdienst des Vereinigten Königreichs, erklärte zu Wochenbeginn, schon ein durchschnittlich warmer restlicher August reiche aus, um den Rekord des vergangenen Jahres für das heißeste Jahr zu übertreffen.

Großbritannien ist auf solche Temperaturen kaum vorbereitet. Entsprechend belastend waren die vergangenen Wochen. Klimaanlagen gibt es außerhalb von Geschäften und Büros selten.

Besonders schwierig ist die Lage in Krankenhäusern. Nach Angaben des Royal College of Nursing (RCN) sind dort bereits Pflegekräfte wegen Hitzekollaps zusammengebrochen.

„Wenn Pflegekräfte zusammenbrechen, ihnen schwindlig oder übel wird oder sie sogar in die eigenen Kliniken eingeliefert werden, weil ihre Arbeitsplätze der Hitze nicht standhalten, zeigt das, wie stark sie im Stich gelassen werden“, sagte die Generaldirektorin des RCN, Professorin Nicola Ranger.

Inzwischen gilt der Großteil des Landes offiziell als von Dürre betroffen. Das setzt die Wasserressourcen für Haushalte, Landwirtschaft und Umwelt zusätzlich unter Druck. Alle Bereiche müssen kurz- und langfristig Maßnahmen finden, um die Folgen der Klimakrise abzufedern.

Frankreich: Großteil des Landes in Alarmstufe Orange

In Frankreich stehen derzeit 80 Départements bis Freitag auf Alarmstufe Orange. Die Regierung schätzt, dass die aufeinanderfolgenden Extrem-Hitzewellen in diesem Sommer Kosten von 10 bis 15 Milliarden Euro verursachen könnten.

Nur Teile des Nordostens, drei Pyrenäen-Départements sowie Lozère und Haute-Loire stehen noch auf Gelb. Der Rest des Landes bleibt in Alarmstufe Orange mit einem weiteren Tag großer Hitze. Diese Hitzewelle erreiche am Donnerstag und Freitag ihren Höhepunkt, so der Wetterdienst Météo-France.

Die höchsten Werte werden von Centre-Val de Loire in Zentralfrankreich bis Nouvelle-Aquitaine im Südwesten Frankreichs erwartet. Dort steigen die Temperaturen auf 38 bis 40 Grad, in Spitzen örtlich noch darüber. In der Region Île-de-France, Nord-Zentralfrankreich, der Region rund um Paris, nähern sie sich 38 Grad, erklärte Météo-France.

Angesichts des extrem heißen und trockenen Sommers steht auch der Zugang zu Wasser ganz oben auf der Agenda.

„Unsere erste Priorität bleibt selbstverständlich die Versorgung mit Trinkwasser. Sie steht bereits in mehreren Regionen unter Druck, aktuell besonders in 50 französischen Départements“, so Monique Barbut, die Ministerin für den ökologischen Wandel.

Nach Angaben der französischen Regierung sind mehr als 40.000 Menschen von Unterbrechungen der Trinkwasserversorgung betroffen.

Europa ist der am schnellsten erwärmende Kontinent der Erde und in vielen Regionen schlecht auf extreme Hitze vorbereitet. Wiederholte Hitzewellen haben diesen Sommer zu historischer Dürre und Waldbränden geführt und zum Tod von Tausenden Menschen beigetragen.

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