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BP kehrt mit Golfpartnern nach Venezuela zurück: Energiebranche öffnet sich schneller

ARCHIV: Das Logo des britischen Ölkonzerns BP an einer Tankstelle in West-London, August 2020.
ARCHIV: Das Logo des Ölkonzerns BP ziert eine Tankstelle in West-London, August 2020 Copyright  AP Photo/Alastair Grant
Copyright AP Photo/Alastair Grant
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Venezuela vergibt BP eine Lizenz für die Erschließung des Offshore-Gasfelds Loran mit Partnern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar. Damit ebnet das Land dem britischen Konzern nach Maduros Festnahme durch US-Truppen die Rückkehr.

BP kehrt nach Venezuela zurück.

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Die am Donnerstag in Caracas unterzeichnete Vereinbarung macht das Unternehmen zum Betreiber der zweiten Phase des Offshore-Gasprojekts Loran. Das Feld umfasst mehr als vier Billionen Kubikfuß nachgewiesener Gasreserven. Abu Dhabis XRG sowie UCC Oil and Gas Holding aus Katar übernehmen gleich große Beteiligungen.

Damit setzt Venezuela das deutlichste Signal bisher, dass die Öffnung seiner Energiewirtschaft für ausländisches Kapital seit dem Sturz Maduros an Tempo gewinnt.

Alle drei Unternehmen halten künftig gleich hohe Arbeitsanteile, BP übernimmt die Betriebsführung. Die Lizenz steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.

PDVSA Gas, der Gaszweig des staatlichen Produzenten, übertrug einen Teil seiner Beteiligung an XRG, das internationale Investmentvehikel des Abu-Dhabi-Konzerns ADNOC. Für XRG und für UCC, eine Sparte des gleichnamigen katarischen Konglomerats, ist es der erste Einstieg in Venezuela.

Das Feld ist grenzüberschreitend. Loran bildet den venezolanischen Teil der Lagerstätte Loran-Manatee, die sich über die Seegrenze zu Trinidad und Tobago hinweg erstreckt und insgesamt rund zehn Billionen Kubikfuß förderbares Gas enthält.

Shell erhielt im Juni die Lizenz für die erste Phase und entwickelt Manatee auf der Seite Trinidads separat. Dort soll im kommenden Jahr erstmals Gas gefördert werden.

BP will beide venezolanischen Projektphasen parallel entwickeln und unterzeichnete außerdem eine Absichtserklärung zur Exploration im Block Carúpano East.

Die Vereinbarungen kamen bei einem Besuch der BP-Chefin Meg O'Neill und von David Campbell, Senior Vice President für Lateinamerika und die Karibik, in Caracas zustande.

Energiesektor: Öffnung unter US-Druck

Die Lizenzen sind Teil eines Deals mit Washington.

Nachdem US-Truppen Maduro im Januar festgenommen hatten, überarbeitete Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez auf Drängen der Regierung Trump das Energierecht des Landes. Sie öffnete die größten nachgewiesenen Erdölreserven der Welt für ausländische Unternehmen.

ARCHIV: Venezuelas amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez verabschiedet US-Energieminister Chris Wright nach ihrem Treffen im Präsidentenpalast Miraflores in Caracas, am elf. Februar 2026
ARCHIV: Venezuelas amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez verabschiedet US-Energieminister Chris Wright nach ihrem Treffen im Präsidentenpalast Miraflores in Caracas, am elf. Februar 2026 AP Photo/Ariana Cubillos

Im Gegenzug lockerten die USA ihre Sanktionen, die den Großteil westlicher Investitionen eingefroren hatten. Davon betroffen waren auch die 2025 entzogenen Lizenzen von BP, Shell und Chevron.

Seitdem haben Eni, Repsol und Shell entsprechende Vereinbarungen unterzeichnet.

Das Vergabeverfahren kam nach den Erdbeben vom 24. Juni zum Erliegen, bei denen mehr als 6.300 Menschen ums Leben kamen. Erst am Donnerstag nahm die Regierung den Prozess wieder auf, erteilte die drei Loran-Genehmigungen und ließ die Verträge unterzeichnen.

„Ich habe ein besonderes Interesse an Gas, um die nationale Entwicklung zu fördern“, sagte Rodríguez bei der Zeremonie, die das Staatsfernsehen übertrug.

BP ist dennoch kein Neuling im Land. Der Konzern besaß seit 2024 eine Lizenz für das Feld Cocuina, bevor Washington die Nutzungserlaubnis wieder zurückzog.

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