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USA drohen Iran mit „wirtschaftlichem D-Day“: Märkte warten auf Sanktionsplan

ARCHIV: US-Präsident Donald Trump spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung für Senatorin Darline Graham im Myrtle Beach Convention Center in South Carolina am 21. August 2026.
ARCHIV: US-Präsident Donald Trump spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung für Senatorin Darline Graham im Kongresszentrum von Myrtle Beach, South Carolina, am 21. August 2026 Copyright  AP Photo/Jacquelyn Martin
Copyright AP Photo/Jacquelyn Martin
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
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USA starten „wirtschaftlichen D-Day“ gegen Iran: Finanzminister Scott Bessent kündigt die bislang größte Finanzoffensive gegen einen Gegner an, weitere Details folgen am Montag.

Die USA erhöhen ihren wirtschaftlichen Druck auf den Iran, nachdem Finanzminister Scott Bessent den Beginn eines „ökonomischen D-Day“ ausgerufen hat.

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Nach Bessents Worten handelt es sich um „die größte finanzielle Offensive, die je gegen einen Gegner mobilisiert wurde“. Er legte die Position in einem Beitrag auf X am späten Sonntagabend und in einem gleichzeitig erschienenen Gastbeitrag in der „Financial Times“ dar.

Bessent erklärte, die militärische Kampagne von US-Präsident Donald Trump habe „Irans militärische Fähigkeiten erheblich zerschlagen und sein Atomprogramm geschwächt“. Die Regierung trete nun in die Endphase ein, die neuen wirtschaftlichen Maßnahmen sollen bei Tagesanbruch greifen.

Ziel sei es nach Angaben des US-Finanzministers, „jede wirtschaftliche Lebensader zu kappen, die das tyrannische Regime trägt, bis Teheran völlig isoliert ist“.

Bessent warnte Staaten, die weiterhin iranisches Erdöl kaufen oder transportieren, Geldströme über Wechselstuben und Freihandelszonen abwickeln, Flüge abfertigen, Schiffsregister führen oder Treibstofftransfers auf See ermöglichen. Jede verbliebene Verbindung werde ihre eigene Isolation beschleunigen, betonte er.

Die Aussagen folgen auf Bemerkungen von US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche. In einem Beitrag auf Truth Social kündigte Trump „die vernichtendste wirtschaftliche Operation, die jemals gegen ein Land unternommen wurde“, an.

Trotz dieser Ankündigungen liegen bislang keine konkreten Maßnahmen vor.

Nach Bessents Skizze könnte das Paket vor allem aus sekundären Sanktionen gegen Staaten und Unternehmen bestehen, die weiterhin iranisches Öl kaufen, Zahlungen dafür abwickeln, entsprechende Banken betreiben oder die Schifffahrt und andere Handelskanäle unterstützen – zusätzlich zur bestehenden Seeblockade.

Bessent will am Montag um 19 Uhr MEZ auf einer Pressekonferenz die konkreten Schritte vorstellen.

Reaktion der Märkte

Die Ölpreise geben am Montagmorgen nach, obwohl der Ton in Washington schärfer wird.

Zum Zeitpunkt der Berichterstellung wird die Nordseesorte Brent, der internationale Referenzwert, bei rund 91,5 US-Dollar gehandelt. Das sind etwa zwei Prozent weniger als der Schlusskurs vom Freitag. West Texas Intermediate liegt bei knapp 86,2 US-Dollar und damit rund 1,5 Prozent unter dem Schlusskurs der Vorwoche.

Der Rückgang könnte auf Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Kursgewinnen zurückgehen und auf Berichte über einen vorübergehenden Anstieg der Tankerbewegungen durch die Straße von Hormus.

Laut von Axios zitierten Schifffahrtsdaten passierten am Freitagabend rund 40 Tanker den südlichen Fahrkanal und transportierten etwa 16 Millionen Barrel Öl – mehr als die 15 bis 20 Schiffe an den Abenden zuvor.

Insgesamt bleiben die Transportmengen durch die Meerenge deutlich unter dem Vorkriegsniveau.

US-Futures notieren vor Börsenbeginn ebenfalls im Minus, während europäische Aktien weitgehend unbewegt handeln.

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