Ein 66-jähriger Unternehmner aus Spanien stürzte beim Segeln mit seiner Frau zwischen Sizilien und Griechenland ins Meer. Drei Tage dauerte es, bis seine Frau Hilfe erreichen konnte: die Yacht trieb ungesteuert umher, auf offener See gab es keinen Empfang.
Ein spanischer Unternehmer ist verschwunden, nachdem er von seinem Segelboot ins Meer gestürzt ist. Er segelte zwischen den Küsten von Sizilien und Griechenland. Es handelt sich um Juan José Mutilba Obregón, 66 Jahre alt, seit vergangenem Dienstag suchen Rettungskräfte nach ihm.
Mutilba war am Montag gemeinsam mit seiner Frau aus Syrakus auf Sizilien mit Ziel Pylos in Griechenland aufgebrochen, wie spanische Medien berichten. Das Paar war mit dem eigenen Boot unterwegs. Am nächsten Morgen kam es zu dem Unglück.
Nach dem Bericht seiner Angehörigen, den die spanische Presse aufgegriffen hat, hatte der Unternehmer einen Thunfisch gefangen und soll auf dem Blut des Fisches ausgerutscht sein, bevor er über Bord fiel.
Seine Frau versuchte, ihn zu retten, konnte das Boot jedoch nicht anhalten. Die Yacht fuhr weiter und entfernte sich von der Stelle, an der Mutilba ins Wasser gestürzt war. Sie konnte auch nicht sofort Hilfe rufen, weil es keinen Handyempfang gab.
Ehefrau drei Tage hilflos auf See
Nach Darstellung der Familie blieb die Frau drei Tage lang an Bord, ohne Alarm schlagen zu können. Erst am Freitag hatte sie wieder Netzempfang und erreichte einen Familienfreund mit Kenntnissen in der Navigation.
Der informierte den spanischen Seenotdienst Salvamento Marítimo, der die Meldung an die zuständigen Dienste in Italien und Griechenland weitergab, um die Suche zu starten.
Die griechische Küstenwache hat den Einsatz zur Unterstützung des Segelboots bestätigt. Nach Angaben der Behörden erhielt die Hafenbehörde von Pylos die Alarmmeldung des Vereinigten Such- und Rettungskoordinationszentrums EKSED, das der Küstenwache untersteht.
In das Gebiet fuhren zwei Patrouillenboote der Küstenwache, ein Streifenfahrzeug an Land und der Fischkutter "IOANNA-MARINA". Die nach Angaben der griechischen Behörden unter französischer Flagge fahrende Yacht wurde etwa 18 Seemeilen vor Pylos entdeckt, sie war führungslos unterwegs. An Bord befand sich "eine 67 Jahre alte Person spanischer Staatsangehörigkeit", die in gutem Gesundheitszustand war.
Das Boot setzte seine Fahrt anschließend mit Unterstützung und Begleitschutz der griechischen Küstenwache bis zum Yachthafen von Pylos fort. Die Hafenbehörde von Pylos hat eine Voruntersuchung zu dem Vorfall eingeleitet.
Suche nach spanischem Unternehmer geht weiter
Mutilba bleibt bisher verschwunden. Die Bemühungen, ihn zu finden, laufen weiter, wie seine Angehörigen spanischen Medien mitteilten. Die Familie meldete den Fall außerdem der spanischen Botschaft in Rom und bat dort um Hilfe.
Der aus Burgos stammende Unternehmer war 2021 in den Ruhestand gegangen und verbrachte einen Teil seiner Zeit mit Segeltörns zusammen mit seiner Frau. Euronews hat auch die italienischen Seebehörden kontaktiert, hat bislang jedoch keine Antwort erhalten.