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VW-Beschäftigte kritisieren „katastrophale“ Kommunikation zu Stellenabbau

Archivbild: v. l. n. r. IG-Metall-Chefin Christiane Benner, VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo und Gewerkschafter Thorsten Groeger bei einer Kundgebung in Wolfsburg am neunten Juli 2026.
Archiv: Von links Christiane Benner (IG Metall), VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo und Gewerkschafter Thorsten Groeger bei Kundgebung in Wolfsburg am neunten Juli 2026. Copyright  AP Photo
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Von Doloresz Katanich mit AFP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Mitarbeiter werfen dem Volkswagen-Management Versäumnisse vor; der Autobauer prüft weitere Stellenstreichungen und die Zukunft mehrerer Werke.

Beschäftigte von Volkswagen haben das Management des Konzerns scharf kritisiert. Sie beklagen wachsende Unsicherheit über mögliche Stellenstreichungen und die Zukunft mehrerer deutscher Werke.

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In einer vom Betriebsrat in der vergangenen Woche gestarteten Umfrage zur Stimmung im Unternehmen warfen viele Beschäftigte dem Vorstand eine „katastrophale Kommunikation“ vor, berichtete AFP am Montag.

Über das Firmen-Intranet konnten sie Kritik und Erwartungen an Konzernchef Oliver Blume und den übrigen Vorstand äußern. Die Kommunikation landete dabei als wichtigster Kritikpunkt – noch vor Sorgen um Arbeitsplatzsicherheit oder drohende Werksschließungen.

Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur fühlen sich viele Beschäftigte und ihre Familien „verunsichert und verängstigt“.

Der Betriebsrat organisierte die Befragung im Vorfeld einer Reihe von Treffen zwischen Topmanagern und Belegschaft.

Oliver Blume und weitere Vorstände beginnen in dieser Woche eine Tour durch Volkswagen-Standorte, um mit den Beschäftigten zu sprechen. Bei insgesamt neun außerordentlichen Betriebsversammlungen sollen sie erste Antworten auf Fragen geben und auf die Kritik eingehen. Die erste Versammlung ist für Dienstag, den 25. August, in Wolfsburg geplant.

Danach folgen Termine unter anderem in Emden, Zwickau und Braunschweig. Der letzte Stopp ist am 31. August in Hannover.

Volkswagen sucht nach deutlich stärkeren Einsparungen, weil der Konzern mit harter Konkurrenz aus China, schwächerer Nachfrage und US-Zöllen zu kämpfen hat.

In einem separaten Beitrag im Intranet, den AFP am Sonntag einsehen konnte, schrieb Blume: „Die Lage ist mehr als kritisch.“ Der Konzern erwirtschafte derzeit nicht genug Geld, „damit wir langfristig die Mittel für neue Technologien, neue Produkte und unsere Standorte haben“.

Im ersten Halbjahr meldete Volkswagen einen Rückgang des operativen Ergebnisses um 11,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Die operative Marge sank von 4,2 auf 3,8 Prozent.

Volkswagen hat bereits rund 50.000 Stellen über verschiedene Marken hinweg zum Abbau vereinbart – neben der Kernmarke auch bei Audi und Porsche. Europas größter Autobauer stellt inzwischen aber weitere Kürzungen in Aussicht und hält es für möglich, dass noch einmal bis zu 50.000 Arbeitsplätze wegfallen müssen.

Besonders unsicher ist die Lage an vier deutschen Standorten: an den Volkswagen-Werken in Emden und Zwickau, dem Nutzfahrzeuge-Werk in Hannover sowie dem Audi-Werk in Neckarsulm.

Der Aufsichtsrat von Volkswagen berät über Pläne für eine grundlegende Neuausrichtung des Konzerns.

Blume sagte am Sonntag, Volkswagen und die übrige deutsche Autoindustrie stünden vor „dem größten Umbruch ihrer Geschichte“, ausgelöst durch globale Gegenwinde und den Druck chinesischer Wettbewerber.

Auch andere deutsche Hersteller warnen vor den hohen Produktionskosten im Land. Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius erklärte im vergangenen Monat, die Kosten an den deutschen Standorten lägen rund 70 Prozent über denen der Werke in Ungarn.

Berichte über weitere mögliche Stellenstreichungen bei Volkswagen haben die Gewerkschaften verärgert. Sie werfen dem Management vor, nicht offen mit den Beschäftigten zu kommunizieren.

Blume bestätigte im Juli, dass rechnerisch bis zu 50.000 zusätzliche Stellen betroffen sein könnten. Zugleich betonte er, diese Zahl sei ohne seine Zustimmung an die Medien durchgestochen worden.

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