Zwischen dem 27. und 29. August steigen die Temperaturen im Süden und in der Mitte des Landes auf bis zu 45 Grad, während afrikanischer Saharastaub die Luft zusätzlich belastet.
Die fünfte extreme Hitzewelle erreicht Italien Ende August, nach einer kurzen Phase mit Gewittern, die für etwas Abkühlung gesorgt hatte.
Laut Prognosen hält die Hitzewelle nicht lange an. Zwischen dem 27. und 29. August steigen die Temperaturen jedoch deutlich, es dürfte die intensivste Hitzewelle des Sommers werden.
Ein afrikanisches Hochdruckgebiet bringt große Mengen Saharastaub mit sich. Die drückende Hitze konzentriert sich auf den Süden und die Mitte Italiens, mit Temperaturen von acht bis zehn Grad über dem Durchschnitt.
Am Donnerstag stehen bereits drei Städte auf Hitzewarnstufe Rot, wie das aktuelle Bulletin des Gesundheitsministeriums zeigt: Bari, Palermo und Campobasso. Auf Warnstufe Orange liegen neun Städte: Ancona, Cagliari, Catania, Florenz, Latina, Messina, Reggio Calabria, Rieti und Rom.
Den Höhepunkt erwarten Meteorologen am Freitag und Samstag, vor allem im Süden, im Latium und entlang der mittleren Adria. Der 28. August könnte der heißeste Tag des Sommers 2026 werden, mit Temperaturen von bis zu 45 Grad im Osten Siziliens und 44 Grad in Apulien. In mehreren inneren Regionen Kalabriens sind Extremwerte von 45 bis 46 Grad möglich.
Die Hitzewelle erfasst auch Sardinien, wo Höchstwerte von 44 Grad erwartet werden. Hinzu kommen "supertropische" Nächte, in denen die Tiefstwerte im Flachland nicht unter 25 Grad sinken.
Am Freitag gelten in neun Städten Hitzewarnungen der Stufe Rot: Bari, Cagliari, Campobasso, Catania, Latina, Messina, Palermo, Reggio Calabria und Rom. Im Zentrum und Süden werden 42 Grad in Foggia erwartet, 40 Grad in Isernia und 38 bis 39 Grad in Rom.
Der Norden bleibt von der Hitzewelle weitgehend verschont. Dort gehen die Höchstwerte zurück: In Mailand könnten sie nicht einmal 30 Grad erreichen, in Turin liegen sie bei 27 bis 28 Grad, während die venetische Tiefebene bis zu 34 Grad verzeichnet. Im Nordwesten setzt dagegen nach und nach schlechtes Wetter ein. Für Freitag rechnen Meteorologen im Norden mit einer deutlichen Verschlechterung, mit Gefahr von Unwettern, Hagel und starken Windböen.
Ein allgemeiner Wetterumschwung mit etwas niedrigeren Temperaturen wird für das Wochenende erwartet, vor allem im Zentrum und Süden. Der Beginn des Septembers dürfte zunächst noch sommerlich bleiben. Zwischen Dienstag, dem ersten, und Mittwoch, dem zweiten September, könnte im Norden jedoch eine weitere instabile Front durchziehen, die anschließend auch Teile der Mitte erfasst. Im Süden bleibt es dagegen wärmer.