Ein sintflutartiger Regenguss hat Florenz überrascht. Betroffen waren gleich zwei der berühmtesten Museen der Stadt, die Uffizien und der Palazzo Pitti, wo Wasser durch undichte Stellen eindrang.
Ein heftiger Wolkenbruch hat Florenz am Donnerstag überflutet. Innerhalb einer Stunde fielen mehr als 45 Millimeter Regen.
Auch in der Galleria degli Uffizi kam es zu einem kleinen Wassereintritt: Unter dem Oberlicht eines Saals, in dem sieben Gemälde aus dem 17. Jahrhundert hängen, drang Regen ein, darunter am "Bacchus" von Caravaggio. "Der Wassereintritt hat die Außenscheibe der Schutzvitrine des Bacchus von Caravaggio bespritzt", teilte das Museum mit.
Beschädigt wurde jedoch nichts: "Es ist an keinem Werk irgendein Schaden festgestellt worden. Der Saal wird morgen ab Öffnungszeit regulär zugänglich sein." Vor den Augen der Besucher wirkte das 1598 entstandene Ölgemälde zwischenzeitlich milchig und von langen Wasserstreifen durchzogen, berichtet der Corriere della Sera.
Wasser drang zudem in den Palazzo Pitti ein, den historischen Renaissancebau aus dem Jahr 1446. Betroffen waren vor allem die Böden der Galleria Palatina und der Galleria d'arte moderna, wie Gewerkschafterin Silvia Barlacchi von der Cisl berichtet. In beiden Häusern blieben deshalb einige Ausstellungsbereiche vorübergehend geschlossen.
Wie der Regen ins Innere gelangen konnte, ist bislang unklar. Als mögliche Ursachen gelten geöffnete Fenster oder undichte, veraltete Rahmen.