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7.000 Soldaten im Einsatz: Hurrikan Polo tobt in Mexiko

Puerto San Carlos: Behörden evakuieren Bevölkerung wegen Hurrikan Polo, Mexiko, 28.09.2026.
Puerto San Carlos: Behörden evakuieren Bevölkerung wegen Hurrikan Polo, Mexiko, 28.09.2026. -  Copyright  AP Photo
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Von Beatrix Asboth mit AP
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In der Pazifikregion toben derzeit Hurrikane und Tropenstürme. In Baja California Sur in Mexiko wurde die Küstenregion evakuiert. Das El-Niño-Phänomen fällt deutlich heftiger aus als in den vergangenen Jahren.

An der nördlichen Pazifikküste Mexikos im Bundesstaat Baja California Sur sind mehrere Tausend Menschen evakuiert worden, etwa 7.000 Soldaten sind im Einsatz. Grund ist der Hurrikan Polo, der Überschwemmungen ausgelöst hat.

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In Puerto San Carlos haben die Wellen einen Schutzdamm durchbrochen und die Straßen entlang der Küste überflutet. Die Einwohner wurden in Schulen und anderen Notunterkünften untergebracht.

Nach Angaben des US-amerikanischen National Hurricane Center (NHC) mit Sitz in Miami galt Polo am Montag als Sturm der Kategorie drei, mit Böen von bis zu 185 Kilometern pro Stunde. Weite Teile von Baja California Sur wurden überflutet.

Entlang der Küste wurde die Region Baja California Sur evakuiert
Entlang der Küste wurde die Region Baja California Sur evakuiert AP Photo

Hurrikan Polo zieht weiter nach Norden

Im späteren Wochenverlauf sollte Hurrikan Polo in Teilen des Südwestens der Vereinigten Staaten heftige Regenfälle und Überschwemmungen auslösen.

Die Regierung des nordmexikanischen Bundesstaates Sonora hatte angekündigt, wegen des herannahenden Hurrikans alle „nicht lebenswichtigen“ Aktivitäten auszusetzen, Schulen blieben geschlossen, Sportveranstaltungen wurden abgesagt, viele Betriebe standen still.

7. 000 Soldaten der mexikanischen Armee waren im Einsatz. Auch die Marine hat ihre Kräfte entlang der nördlichen Pazifikküste in Bereitschaft versetzt und drei Schiffe sollten nach Bedarf Hilfsgüter in durch den Sturm isolierte Küstengemeinden bringen.

Parallel zu Polo hat sich vor der südwestlichen Küste Mexikos auch ein tropischer Sturm namens Rachel gebildet. Laut dem Bericht des Hurrikanzentrums vom Montag erreichten Rachels maximale anhaltende Windgeschwindigkeiten 96,6 Kilometer pro Stunde, das Zentrum des Sturms lag rund 402,3 Kilometer südwestlich von Acapulco.

Starke Sturmsaison am Pazifik

Nach Einschätzung von Bob Oravec, dem leitenden Meteorologen des US-amerikanischen National Weather Service, ist die Sturmaktivität im Pazifik in dieser Phase der Hurrikansaison, die ohnehin als Höhepunkt gilt, stärker als üblich. Er erklärte, dieses Muster stehe im Einklang mit dem El-Niño-Phänomen, in dessen Verlauf sich über dem Pazifik typischerweise mehr tropische Stürme und Hurrikane bilden.

Obwohl erwartet wird, dass Polo über dem Norden Mexikos an Stärke verliert, bedroht das tropische Wettersystem auch den Südwesten der Vereinigten Staaten.

Durch die heftigen Regenfälle der vergangenen Monate ist der Boden bereits mit Wasser gesättigt, zu Beginn des Monats hatten katastrophale Überschwemmungen unter anderem New Mexico und den Grand Canyon heimgesucht. Nun steuert Polo auf die Region zu und dürfte Arizona, Utah, New Mexico und Texas erhebliche Regenmengen bringen.

Überschwemmung nach Hurrikan Nolo, Naalehu, Hawaii, 26.09.2026.
Überschwemmung nach Hurrikan Nolo, Naalehu, Hawaii, 26.09.2026. AP Photo

Der Sturm Nolo hatte am Wochenende die Umgebung von Hawaii erreicht. Wegen der heftigen Regenfälle schoss das Wasser durch die Straßen mehrerer Orte, herabstürzende Felsblöcke blockierten Straßen.

Mitglieder der Nationalgarde von Hawaii konnten mindestens 19 Menschen aus den Fluten retten.

Auf Maui waren vorübergehend mehrere Tausend Haushalte und Unternehmen ohne Strom, nach Angaben der Website poweroutage.us war die Versorgung am Montagnachmittag jedoch bei fast allen wiederhergestellt.

Die Bewohner Hawaiis leiden noch immer unter den Folgen anderer Naturkatastrophen, wie dem Frühjahrssturm „Kona low“, dem Erdbeben vom Mai sowie den Hurrikanen Lala im August und Lowell im September. Laut offiziellen Angaben haben diese Ereignisse mehr als 1.290 Häuser zerstört oder beschädigt und insgesamt Schäden und Wiederaufbaukosten von fast 700 Millionen Dollar verursacht.

Weitere Quellen • AP

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