Nachdem Trump vor der UN-Vollversammlung sagte, „künstliche Intelligenz“ klinge „fake“ und die USA setzten auf „Super Intelligence“ (SI), stiegen Sloweniens Domainanmeldungen von 3.500 im Monat auf 3.700 am Tag.
US-Präsident Donald Trump sorgt mit seinem Vorstoß, künstliche Intelligenz in „Superintelligenz“ oder SI umzubenennen, für einen Run auf Internetadressen mit der Endung „.si“ – sehr zur Überraschung Sloweniens.
„Das Wort ‚artificial intelligence‘ lässt es wie etwas Künstliches wirken“, sagte Trump in der vergangenen Woche vor der UN-Vollversammlung und erklärte, SI „klinge viel besser“.
Er kündigte an, die USA würden in offiziellen Dokumenten künftig „den wesentlich zutreffenderen Begriff ‚super intelligence, SI‘“ verwenden.
Zugleich ist .si die zentrale Endung im slowenischen Domainregister. Sie markiert Websites aus dem kleinen Alpenstaat mit rund 2,1 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern.
„Seit der Rede verzeichnen wir einen starken, aber stabilen Anstieg der Anfragen für die Nutzung der .si-Domain“, sagte Klara Herman, Sprecherin von Register.si, dem Betreiber des slowenischen Domainnamensystems.
Die Agentur registriert seit Trumps Auftritt durchschnittlich 3.700 neue Domains pro Tag. Im gesamten August waren es rund 3.500. Insgesamt stieg die Zahl der .si-Adressen bis Dienstag auf mehr als 220.000.
Auf ihrer Website erklärt die Behörde, sie „empfehle Inhaberinnen und Inhabern von Marken, Slogans, Firmennamen und anderen Kennzeichen, die noch keine .si-Domain besitzen, dringend, eine solche möglichst rasch zu registrieren“.
Es ist nicht das erste Mal, dass eine Domain aus dem westlichen Balkan weltweit gefragt ist.
Die Endung .me aus Montenegro nutzen Unternehmen und Privatpersonen seit Jahren gern für persönliche Seiten oder auffordernde Webadressen – etwa t.me, die offizielle Kurzadresse des Messenger-Dienstes Telegram.