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Euronews-Gipfel: Top-Verteidigungsexperten beraten über Europas Sicherheit

Mark Rutte und Donald Trump im Oval Office
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Von Shona Murray
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NATO-Generalsekretär sowie ranghohe EU- und US-Vertreter beraten am Mittwoch in Brüssel über Europas Verteidigung, hybride Bedrohungen und die Rüstungsindustrie.

Am Mittwoch kommen in Brüssel europäische Sicherheitsexperten und Führungspersönlichkeiten aus dem Verteidigungsbereich zum „Euronews Defence & Space Summit“ zusammen. Hintergrund ist der wachsende Druck auf die Regierungen in der EU, die Einsatzbereitschaft ihrer Streitkräfte zu erhöhen und Europas Fähigkeit zu stärken, auf neue Bedrohungen zu reagieren.

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Der eintägige Gipfel in der Albert Hall versammelt Vertreter von NATO und EU, Verteidigungsminister, ranghohe Militärs sowie Repräsentanten der europäischen Rüstungs- und Luftfahrtindustrie.

Zu den Teilnehmenden gehören NATO-Generalsekretär Mark Rutte, der EU-Kommissar für Verteidigung und Raumfahrt Andrius Kubilius, die Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Henna Virkkunen und Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew.

Die Veranstaltung fällt in eine Phase steigender Verteidigungsausgaben. Viele europäische Regierungen suchen zudem nach Wegen, die Zusammenarbeit bei Beschaffung, militärischer Mobilität und Produktion zu vertiefen.

Jüngste Vorfälle mit Drohnen und anderen mutmaßlich hybriden Aktionen lenken zusätzlich den Blick auf den Schutz kritischer Infrastruktur. Zugleich wächst die Sorge, wie Europa auf Bedrohungen unterhalb der Schwelle eines klassischen bewaffneten Konflikts reagieren kann.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht von einer „neuen Ära der europäischen Sicherheit“. Kubilius fordert eine deutlich stärkere europäische Antwort auf hybride Bedrohungen.

Rüstungsausgaben und gemeinsame Beschaffung

Ein Schwerpunkt der Beratungen ist Europas Versuch, die Verteidigungsinvestitionen zu erhöhen und zugleich die Zersplitterung zwischen nationalen Streitkräften und Industrien zu verringern.

Die EU arbeitet an einer umfassenden Agenda für Verteidigungsbereitschaft. Ziel ist es, die Produktionskapazitäten zu erhöhen und die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten zu verbessern. Kubilius betont seit längerem, dass die militärische Mobilität in Europa deutlich verbessert werden muss. Er verweist auf die Probleme, Truppen und Gerät schnell über nationale Grenzen zu verlegen.

Auf dem Gipfel beraten politische Entscheidungsträger gemeinsam mit Vertretern der Industrie über Beschaffung, Finanzierung und den Ausbau europäischer Verteidigungsfähigkeiten.

Hybride Bedrohungen und Cybersicherheit

Cybersicherheit und der Schutz ziviler wie militärischer Infrastruktur stehen ebenfalls weit oben auf der Agenda.

Die Teilnehmenden wollen ausloten, wie Regierungen ihre kritischen Netze gegen staatlich unterstützte Cyberangriffe und andere hybride Aktivitäten schützen können. Thema ist auch die Rolle sicherer Cloud-Infrastrukturen und neuer Technologien.

Virkkunen verantwortet in der Europäischen Kommission das Ressort für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie. Sie koordiniert die EU-Arbeit zu sicherer digitaler Infrastruktur, künstlicher Intelligenz und Cloud-Politik.

Europäische Verteidigungsindustrie

Der Gipfel beleuchtet zudem die Bemühungen, die industrielle Basis der europäischen Verteidigungsindustrie zu stärken.

Viele europäische Regierungen wollen die Produktion ausweiten. Gleichzeitig versuchen sie, Schwachstellen in Lieferketten und Unterschiede zwischen ihren Beschaffungssystemen zu verringern.

An den Gesprächen beteiligen sich Vertreterinnen und Vertreter von Rüstungsunternehmen, europäischen Institutionen und Branchenverbänden. Das unterstreicht, wie stark der Aufbau eigener Fertigungskapazitäten inzwischen neben steigenden Rüstungsausgaben in den Fokus rückt.

NATO und Europas Ostflanke

Die ministeriellen und militärischen Beratungen stehen vor dem Hintergrund wachsender Sorge um die Sicherheit entlang der östlichen NATO-Flanke.

Rutte hebt immer wieder hervor, dass die NATO ihre Fähigkeiten zur Reaktion auf Sicherheitsbedrohungen erhalten und ausbauen muss. Europäische Verantwortliche drängen zudem auf eine engere Abstimmung zwischen EU und NATO.

Zu den ranghohen Militärs auf dem Gipfel zählen General Seán Clancy, Vorsitzender des EU-Militärausschusses, und General Onno Eichelsheim, oberster Befehlshaber der niederländischen Streitkräfte.

Euronews überträgt den Gipfel am Mittwoch, dem 30. September, live.

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