Allen Abgeordneten wurde geraten, besonders wachsam zu sein, Auffälligkeiten zu melden und bei Bedarf Anzeige bei der Polizei zu erstatten.
Finnische Behörden haben am Donnerstag erklärt, dass sie eine Reihe mutmaßlicher Einbrüche in den Wohnungen von Parlamentsabgeordneten untersuchen. Präsident Alexander Stubb sagte, sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre dies „ein Angriff auf die Demokratie“.
Nach Medienberichten über die Einbrüche bestätigte Parlamentspräsident Jussi Halla-aho, dass das Parlament über eine „erhebliche“ Zahl von Einbrüchen und Einbruchsversuchen in den Wohnungen mehrerer Politiker informiert worden sei.
„Ich kann mich nicht genau zur Zahl der uns bekannten Verdachtsfälle äußern. In jedem Fall ist sie jedoch erheblich“, sagte Halla-aho auf einer Pressekonferenz.
Er fügte hinzu, dass sich die bekannten Fälle über einen längeren Zeitraum erstreckt hätten. Der erste Vorfall soll sich demnach vor etwa einem Jahr ereignet haben.
„Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Informationen über das Motiv oder darüber, wer dafür verantwortlich ist“, betonte er.
Die stellvertretende Parlamentspräsidentin Paula Risikko, die die parlamentarische Sicherheitsgruppe leitet, sagte, sie sei vergangene Woche über die Verdachtsfälle informiert worden.
Sie fügte hinzu, dass die Polizei in Helsinki mit der „ersten Phase der Ermittlungen“ beauftragt worden sei.
Die Polizei in Helsinki bestätigte in einer Mitteilung, dass eine Voruntersuchung zu den Vorfällen eingeleitet worden sei.
„Die Untersuchung befindet sich noch in einem frühen Stadium. Zum jetzigen Zeitpunkt kann die Polizei keine weiteren Angaben machen“, hieß es.
Alle Abgeordneten seien aufgefordert worden, wachsam zu bleiben, verdächtige Beobachtungen zu melden und gegebenenfalls Anzeige bei der Polizei zu erstatten.
Die Zeitung Ilta-Sanomat berichtete Anfang dieser Woche, dass Abgeordnete bereits in der vergangenen Woche vor möglichen Einbrüchen gewarnt worden seien. Demnach waren der Zeitung mindestens zwei Fälle bekannt, in denen in die Wohnungen von Abgeordneten eingebrochen worden war.
Präsident Stubb sagte, „ein Angriff auf ein Mitglied des Parlaments ist ein Angriff auf die Demokratie“.
„Das darf in keiner Form zugelassen oder akzeptiert werden“, sagte er Reportern bei einer Zeremonie zur Vorstellung der neuen F-35-Kampfjets des Landes in Rovaniemi im hohen Norden Finnlands.