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Armeen aus Aserbaidschan, Türkei und Usbekistan üben gemeinsam Großmanörver

Manöver „Power of Unity 2026“
Manöver „Power of Unity – 2026“ -  Copyright  Euronews Baku Bureau, October, 2026
Copyright Euronews Baku Bureau, October, 2026
Von Saida Rustamova
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Tausende Soldaten aus Aserbaidschan, der Türkei und Usbekistan sowie Beobachterstaaten wie Iran nahmen erstmals am Manöver „Power of Unity 2026“ im Bezirk Hojavend in der Region Karabach teil.

Großangelegte Drohnenangriffe, Cyberattacken, Desinformation und der Versuch, ein Schiff zu kapern: Diese Szenarien haben Soldaten aus Aserbaidschan, der Türkei und Usbekistan in den vergangenen Tagen erstmals gemeinsam in Aserbaidschan geübt. Die Manöver spiegeln die Bedrohungen wider, denen die Streitkräfte der drei Länder in der aktuellen geopolitischen Lage gegenüberstehen.

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Mehr als 3.500 Soldaten aus den drei Staaten nahmen an der Übung "Power of Unity–2026“ teil. Sie fand erstmals im Bezirk Hojavend in der aserbaidschanischen Region Karabach statt.

Der türkische Verteidigungsminister Yaşar Güler betonte die Notwendigkeit militärischer Bereitschaft. "Wir werden uns bestmöglich vorbereiten, aber wir wollen in Frieden leben“, sagte er und lobte den Erfolg der Übung "sowohl in der Planung als auch in der Durchführung“.

Türkischer Verteidigungsminister Yaşar Güler und Aserbaidschans Verteidigungsminister Generaloberst Zakir Hasanov
Türkischer Verteidigungsminister Yaşar Güler und Aserbaidschans Verteidigungsminister Generaloberst Zakir Hasanov Euronews Baku Bureau, October, 2026

Die Szenarien reichten von Drohnenkrieg und elektronischen Angriffen über Zwischenfälle an der Grenze bis zu Einsätzen auf See – ein neuer Ansatz für die Einsatzvorbereitung.

Auf dem Truppenübungsplatz Qızılqaya setzten die Streitkräfte mehr als 130 unbemannte Systeme ein, dazu über 70 gepanzerte Fahrzeuge, mehr als 90 Artilleriesysteme und über 20 Luftfahrzeuge.

Drohnen spielten eine zentrale Rolle und zeigen den Wandel der Kriegsführung. Die Soldaten übten, Schwarmangriffe abzuwehren, Kolonnen im Vormarsch zu schützen, Aufklärung zu betreiben und Munition sowie Nachschub aus der Luft zu liefern.

Die Manöver verbanden unbemannte Systeme mit Artillerie, gepanzerten Fahrzeugen, Luftstreitkräften und elektronischer Kriegführung. Die Truppen trainierten zudem, Verteidigungsstellungen und Panzergräben zu überwinden, Minenfelder zu räumen und mit gepanzerten Fahrzeugen vorzurücken.

Übung „Power of Unity–2026“
Übung „Power of Unity–2026“ Euronews Baku Bureau, October, 2026

Jenseits des klassischen Gefechtsfelds

Die Ausbildung richtete sich auch auf neue Herausforderungen, die bislang kaum Teil klassischer Einsatzszenarien waren.

Die Soldaten reagierten auf simulierte Cyberangriffe und Online-Desinformation, führten Operationen gegen „terroristische“ Stellungen im Gebirge durch, übten die Räumung von Ortschaften und das Einrichten von Kontrollpunkten.

Zum Programm gehörte auch der Einsatz von Drohnen, um versuchte Grenzübertritte zu erkennen und zu verhindern.

Aserbaidschans Verteidigungsminister Generaloberst Zakir Hasanov erklärte, die Übung habe Land-, See- und Luftoperationen umfasst und steigere die Gefechtsbereitschaft der beteiligten Armeen.

Usbekistans Verteidigungsminister Generalleutnant Shukhrat Kholmukhamedov bescheinigte den Teilnehmenden „hohe Gefechtsbereitschaft“ und die Fähigkeit, gemeinsame Einsätze durchzuführen.

Usbekistans Verteidigungsminister Generalleutnant Shukhrat Kholmukhamedov spricht während der Übung „Power of Unity–2026“
Usbekistans Verteidigungsminister Generalleutnant Shukhrat Kholmukhamedov spricht während der Übung „Power of Unity–2026“ Euronews Baku Bureau, October, 2026

Von der Grenze bis zum Kaspischen Meer

Die Szenarien gingen über Operationen an Land hinaus und reichten bis in das Kaspische Meer. Die Einheiten übten, ein Schiff und eine Offshore-Anlage zu befreien, Geiseln zu retten und an Land anzusetzen, um einen simulierten Stützpunkt von Terroristen auszuschalten.

Die Übung fand auf Truppenübungsplätzen in Baku, in der Region Karabach, in Nachitschewan sowie im aserbaidschanischen Teil des Kaspischen Meeres statt.

Aserbaidschan und die Türkei bezeichnen ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit als Bündnis auf Grundlage der Schuscha-Erklärung von 2021. Auch Aserbaidschan und Usbekistan haben ihre Kooperation in Militär, Rüstungstechnologie und militärischer Ausbildung ausgebaut.

Kirgisistan, Pakistan, Serbien, die Slowakei, Tadschikistan, Georgien, Turkmenistan und die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Iran nahmen als Beobachter teil.

Dreier-Treffen der Verteidigungsminister von Aserbaidschan, Georgien und der Türkei
Dreier-Treffen der Verteidigungsminister von Aserbaidschan, Georgien und der Türkei Euronews Baku Bureau, October, 2026

Von Qızılqaya nach Schuscha

Auf die Militärübung folgte in Schuscha ein Dreiertreffen der Verteidigungsminister von Aserbaidschan, der Türkei und Georgien.

Daran nahmen Aserbaidschans Verteidigungsminister Generaloberst Zakir Hasanov, der türkische Verteidigungsminister Yaşar Güler sowie Georgiens Vizepremier und Verteidigungsminister Irakli Chikowani teil. Es war das 13. trilaterale Verteidigungstreffen und diente dem Austausch über militärische Zusammenarbeit, regionale Sicherheit und die Beziehungen der drei Staaten.

Hasanov bezeichnete die Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan, Georgien und der Türkei als „wichtige Plattform für regionale Stabilität, Sicherheit und Entwicklung“.

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