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Badeverbot in der Ostsee : Polnische Armee sprengt britische Minen

Minentaucher der achten Küstenschutzflottille entschärfen in den nächsten Tagen Blindgänger mit einem Gesamtgewicht von fast 3.500 Kilogramm.
Taucher der achten Küstenschutzflottille entschärfen in den nächsten Tagen Blindgänger mit einem Gesamtgewicht von fast 3500 kg. -  Copyright  8 Flotylla Obrony Wybrzeża
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Von Lukasz Aftanski
Zuerst veröffentlicht am
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Taucher und Minenräumer sprengen fast 3,5 Tonnen Weltkriegsmunition in der Ostsee. Von Ahlbeck bis nach Swinemünde ist das Baden bis Donnerstag verboten.

In der Nähe von Swinemünde sind bei Bauarbeiten britische See-Minen aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Sie liegen auf dem Gelände des geplanten Wellenbrechers für den neuen Außenhafen der Stadt. Die Entschärfung der Sprengmittel übernimmt eine Gruppe Minentaucher des zwölften Minensuchgeschwaders der polnischen Streitkräfte. Die Arbeiten dauern noch bis Donnerstag an. Immer wieder kommt es dabei zu Detonationen.

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Britische Minen aus dem Zweiten Weltkrieg

Die Sprengstoffe „wurden bei Arbeiten im Auftrag des Seebüros auf dem Gelände des künftigen Wellenbrechers für den neuen Außenhafen von Swinemünde entdeckt“.

Wie das Militär mitteilt, "haben Spezialisten für Unterwassereinsätze die britischen Minen identifiziert. Nach der Begutachtung und Analyse des gesammelten Materials wurden die im Wasser gefundenen Objekte als britische Luftminen der Typen Mark IV, V und VI eingestuft“.

Die Minen „haben die Form eines Zylinders mit einer Länge von rund drei Metern und enthalten zwischen 350 und 550 Kilogramm Sprengstoff. Insgesamt tragen die fünf Minen eine Sprengladung mit einer TNT-Wirkung von etwa 2.500 Kilogramm“.

"In den Kriegshandlungen wurden Minen dieses Typs von Flugzeugen abgeworfen, um bestimmte Seegebiete zu verminen und sie für die Schifffahrt zu sperren. Sie reagierten auf die akustischen und magnetischen Felder vorbeifahrender Einheiten“, erklären die Militärvertreter.

Sie fügen hinzu, dass die Minen trotz des Zeitablaufs „weiterhin eine reale Gefahr für die Sicherheit der Schifffahrt und für künftige Investitionen in dieser Region darstellen“.

Beschränkungen und Warnungen für Anwohner

Eine Mitteilung vom Küsnteschutz künsigt nun die Sprenungen der Minen an: „Auf den Gewässern der Pommerschen Bucht gelten festgelegte Sicherheitszonen und Einschränkungen für die Schifffahrt. Die Einschränkungen betreffen auch die Nutzung der Stadtstrände von Ahlbeck (Deutschland) über Swinemünde bis nach Misdroy“.

In diesen Abschnitten gilt für die Zeit der Sprengungen nun absolutes Badeverbot.

"Die Objekte liegen rund 1.000 Meter vom Wellenbrecher des LNG-Terminals in Swinemünde, in etwa zehn Metern Tiefe.“

Deshalb, so die Armee, sei "wegen der großen Menge an Sprengstoff und des Wirkungsradius zum Schutz von Leben und Gesundheit die Einrichtung von Sicherheitszonen erforderlich“.

Gleichzeitig „stellt der Aufenthalt an den Stränden sowie in ihrer Umgebung, auf offenen und ungeschützten Flächen, keine Gefahr für Leben und Gesundheit dar“.

"Die Sicherheitszone für den Schiffsverkehr beträgt 821 Meter um die Stelle der Entschärfung“, teilte die polnische Armee mit.

Bewohner und Touristen in der Region haben zusätzlich einen Warnhinweis per SMS erhalten. "Entschärfung von Blindgängern in der Ostsee auf dem Abschnitt Swinemünde-Misdroy. Badeverbot. Befolge die Anweisungen der örtlichen Einsatzkräfte“, heißt es in den Nachrichten.

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