In ausgetrockneten oder stark abgesunkenen Gewässern in Frankreich sind militärische Granaten entdeckt worden, diese mussten professionell entschärft werden. Derzeit gibt es bereits drei Funde.
In den Vogesen im Osten Frankreichs hat die anhaltende Trockenheit in dieser Woche mehrere Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt.
Am Dienstag kam in einem Weiher eine Phosphorgranate vom Typ M15 zum Vorschein, die seit dem Zweiten Weltkrieg im Wasser lag. Die Hitze setzte den Sprengkörper in Gang. Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes mussten anrücken und die Granate zerstören.
Nach Angaben der örtlichen Gendarmerie stieg "eine weiße, ätzende Rauchwolke" auf, die einen Brand hätte auslösen können.
Zunächst rückte die Feuerwehr zu dem Einsatzort in Ramonchamp aus. Anschließend zerstörten Experten das Geschoss in einem Steinbruch der Gemeinde.
Zwischen dem 10. und 13. August kam es in den Vogesen insgesamt zu drei Einsätzen, nachdem in ausgetrockneten oder stark abgesunkenen Gewässern alte Militärgranaten aufgetaucht waren.
Das Niedrigwasser legte außerdem in ganz Europa noch weitere Geheimnisse frei.
So wurden in der Donau bei Budapest beispielsweise die Überreste von zwei Wehrmachtsoldaten sowie ein erstaunlich gut konserviertes Motorrad aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zutage gebracht.