Rumänische Medien berichten, eine Drohne habe ein Frachtschiff vor der Küste getroffen. Das Schiff ist nach einem Brand an Bord untergegangen. Zwei Seeleute sind gestorben - mindestens elf verletzt.
Zwei Menschen sind ums Leben gekommen, fast ein Dutzend wurde verletzt, nachdem ein Getreideschiff am Montagnachmittag auf dem Schwarzen Meer in Brand geraten ist. Der Vorfall ereignete sich außerhalb der rumänischen Hoheitsgewässer.
Nach Angaben von Reuters, unter Berufung auf rumänische Behörden, gehören die Verletzten zur Besatzung der „Royad Mammadov“. Rumänische Medien wie Digi24 berichten, dass es sich um ein Schiff unter türkischer Flagge handelt.
Nach Informationen von PRO TV News soll das Schiff von einer oder zwei Drohnen getroffen worden sein. Die Behörden in Rumänien haben die Ursache des Feuers bislang jedoch nicht bestätigt.
Laut "Marinetraffic" sendet das Schiff die letzte Positionsmeldung um 10.51 Uhr deutscher Zeit. Der Frachter war zu dem Zeitpunkt rund 30 Seemeilen von der rumänischen Küste entfernt. Dirkekt in der Nähe befindet sich die Ölplattform Pescăruș, so das Innenministerium in Bukarest.
Der Vorfall geschieht in einer Phase, in der Länder an der östlichen Flanke Europas, darunter das NATO-Mitglied Rumänien, regelrecht mit unbemannten Flugkörpern überzogen werden. Viele dieser Drohnen stammen nach Angaben der Behörden aus Russland. Auch die Türkei ist Mitglied der NATO.
Im August hat ein Kampfjet eine mit Sprengstoff beladene Seedrohne nahe dem größten Offshore-Gasprojekt Europas im Schwarzen Meer zerstört. Wenige Stunden zuvor war eine andere Drohne in den rumänischen Luftraum eingedrungen und nahe der ukrainischen Grenze abgestürzt.
Rumäniens Präsident Nicuşor Dan machte damals Russland für den Vorfall verantwortlich. Er verurteilte, wie er es nannte, eine Eskalation „verantwortungsloser Zwischenfälle“ durch Moskau.