Die Europäische Union gibt der Ukraine 1,24 Milliarden Euro, damit Kyjiw Drohnen, Abfangsysteme und Munition gegen verstärkte Luftangriffe Russlands kaufen kann.
Die EU-Kommission hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass 1,24 Milliarden Euro freigegeben wurden, damit die Ukraine im eigenen Land produzierte Drohnen, Abfangdrohnen, Munition für Drohnen und weitere Waffen kaufen kann.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, erklärte, mit der Mittelzuteilung sollten „Menschen und Infrastruktur“ in der Ukraine vor Russlands „gezielter Terrorstrategie“ geschützt werden.
„Die heutige Auszahlung wird dazu beitragen, die ukrainische Verteidigungsindustrie zu stärken. Und die Fähigkeit der Ukraine, sich selbst zu verteidigen“, sagte die CDU-Politikerin.
Russland setzt unterdessen seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit unverminderter Härte fort. In den vergangenen Wochen versetzte die russische Luftoffensive die Hauptstadt Kyjiw fast dauerhaft in Alarmbereitschaft. Der Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner wird massiv gestört.
Der ukrainische Regierungschef Sergii Koretskyi begrüßte die Zusage. Die EU-Gelder würden in „unsere dringendsten Verteidigungsbedürfnisse“ fließen, sagte er.
Nach tödlichen Angriffen in der Region Tschernihiw am Mittwoch sowie in den Städten Dnipro und Kremenchuk erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj: „Luftverteidigungspakete sind für uns derzeit eine lebenswichtige Notwendigkeit.“
Jetzt ausgezahlte Gelder sind Teil des 90-Mrd-Euro-Darlehens
Der Betrag ist Teil des "Ukraine Support Loan" der EU, eines Pakets, das sich für die Jahre 2026 bis 2027 insgesamt auf 90 Milliarden Euro beläuft.
Zwei Drittel sind für die militärischen und verteidigungspolitischen Bedürfnisse des Landes vorgesehen. Brüssel will allein 2026 insgesamt 28,3 Milliarden Euro auszahlen, um die Sicherheit der Ukraine zu stärken.
Weitere Verteidigungsmittel sollen in den kommenden Wochen folgen.