Loader
Finden Sie uns
Werbung

Hier schneit es zuerst: Wo der Winter als erstes Einzug hält

Ein Schneepflug räumt die Straße nach dem ersten Schneefall in der Taunus-Region nahe Frankfurt, Deutschland, am Mittwoch, den 19. November 2025.
Ein Schneepflug räumt die Straße nach dem ersten Schneefall in der Taunus-Region nahe Frankfurt, Deutschland, am Mittwoch, den 19. November 2025. -  Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Nela Heidner
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Der erste Schnee ist da. Das Bundesland Bayern erlebt einen abrupten Wetterwechsel: Nach spätsommerlicher Wärme bringt eine Kaltfront Regen, Sturm und deutlich kühlere Luft. In den Hochlagen des Allgäus und der bayerischen Alpen wird es weiß.

Noch am Mittwoch wurden in Bayern Temperaturen von bis zu 26 Grad gemessen, aber damit ist nun Schluss: Eine Kaltfront zieht über den Freistaat und beendet die ungewöhnlich warme Phase. Ein Wetterumschwung bringt den ersten Schnee.

WERBUNG
WERBUNG

Am schnellsten wird es dort weiß, wo die Berge am höchsten sind. Nach der aktuellen Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sinkt die Schneefallgrenze im Laufe des Donnerstags deutlich ab. Bis Freitagfrüh werden oberhalb von etwa 2.000 Metern ein bis fünf Zentimeter Neuschnee, in Staulagen des Hochgebirges örtlich sogar bis zu zehn Zentimeter erwartet.

Besonders betroffen sind die bayerischen Alpen zwischen Allgäu und Berchtesgadener Land. Auch auf der Zugspitze wird der Umschwung deutlich zu spüren sein, dort sinken die Temperaturen auf den Gefrierpunkt.

Schneefallgrenze sinkt auf 1.500 Meter

Interessant wird es in der Nacht zum Freitag: Dann sinkt die Schneefallgrenze nach Angaben des DWD auf ungefähr 1.500 Meter. Damit kann der Schnee erstmals auch in deutlich niedrigeren Bergregionen fallen.

Auch der Alpenverein rechnet mit einem winterlichen Wetterumschwung. Für die Allgäuer und Bayerischen Alpen wird für Donnerstagabend und die Nacht zum Freitag Schnee bis unter 1.500 Meter prognostiziert. Für Freitag werden am Morgen noch letzte Schneeschauer erwartet.

Diese Orte könnten früh etwas abbekommen

Im Allgäu liegt die Schneefallgrenze in der Nacht zum Freitag nach den aktuellen DWD-Prognosen teilweise bei rund 1.500 Metern, zeitweise kann sie noch weiter sinken.

Für die höchstgelegene Gemeinde Deutschlands, Balderschwang auf rund 1.044 Metern, wird die aktuelle Entwicklung besonders interessant sein. Schon wenige hundert Höhenmeter können in dieser Wetterlage darüber entscheiden, ob Niederschlag als Regen oder Schnee fällt.

Auch in Oberstdorf, im Kleinwalsertal und rund um die höheren Gipfel des Allgäus wird der Wetterumschwung deutlich sichtbar sein. In den Tälern bleibt es dagegen zunächst vor allem nass und kalt.

Viel Regen kommt zuerst

Bevor es weiß wird, wird es allerdings vor allem nass.

An den Alpen werden von Donnerstagmittag bis in die Nacht zum Freitag 30 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet, in Staulagen örtlich bis zu 50 Liter. Gleichzeitig frischt der Wind kräftig auf, mit stürmischen Böen um 70 km/h auf den höchsten Gipfeln von Alpen und Bayerischem Wald.

Der Schnee entsteht damit gewissermaßen am Ende des plötzlichen Wetterumschwungs: Erst zieht die Kaltfront mit Regen über die Alpen, anschließend strömt deutlich kühlere Luft ein und lässt die Schneefallgrenze weiter sinken.

Nur ein Intermezzo: Nach dem Schnee kommt mildere Luft

Der erste Wintereinbruch dürfte nur ein kurzer Vorgeschmack sein.

Nach dem Wochenende zeichnet sich nach Angaben des Alpenvereins schon wieder ein kräftiger Hochdruckeinfluss ab. Für die kommende Woche werden deutlich steigende Temperaturen erwartet, die Frostgrenze soll zur Wochenmitte sogar auf rund 4.200 Meter steigen.

Der Schnee in den höchsten Lagen kann also durchaus liegen bleiben – eine dauerhafte Winterdecke bis in mittlere Höhenlagen ist daraus aber noch nicht zu erwarten.

Das Wichtigste auf einen Blick

Wo schneit es zuerst? In den höchsten Lagen der Bayerischen Alpen, insbesondere im Allgäu und im Hochgebirge.

Wann? Erste Schneefälle treten bereits am Donnerstag auf, kräftiger wird es in der Nacht zum Freitag.

Wie tief sinkt die Schneefallgrenze? Nach aktueller DWD-Prognose bis etwa 1.500 Meter, lokal können noch tiefere Werte möglich sein.

Wie viel Schnee kommt? Oberhalb von 2.000 Metern sind meist 1 bis 5 Zentimeter, in Staulagen örtlich bis zu 10 Zentimeter möglich.

Wird es auch im Flachland weiß? Derzeit eher nicht. In tieferen Lagen fällt der Niederschlag überwiegend als Regen.

Ist das schon der Winter? Noch nicht. Es handelt sich zunächst um einen markanten, aber voraussichtlich vorübergehenden Kaltlufteinbruch.

Wer den ersten Schnee der Saison sehen möchte, sollte in den kommenden Tagen also in die höheren Lagen der bayerischen Alpen schauen. Auf den höchsten Gipfeln fallen die ersten Flocken, ein erster Vorgeschmack auf den Winter 2026/27.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Weiterer Messerangriff an Schule: Polens Premier Tusk schlägt Alarm

Britischer Premier in Berlin: Treffen zu Russlands hybriden Bedrohungen

Polen drängt in die G20: Ökonom warnt vor einem Schwachpunkt in der Wirtschaft