Loader
Finden Sie uns
Werbung

Dubai-Airports-Chef: Schmalrumpfflugzeuge verändern Reiseverkehr

Dubai-Airports-Chef Paul Griffiths spricht am Rande des WTTC Global Summit mit Euronews Travel
Dubai-Airports-Chef Paul Griffiths sprach am Rande des WTTC Global Summit mit Euronews Travel. -  Copyright  Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved.
Copyright Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved.
Von Dianne Apen-Sadler
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Am Rande des WTTC Global Summit in Malta erklärte Dubai-Airports-Chef Paul Griffiths, der Ausbau regionaler Flughäfen sei für die nächsten zehn Reisejahre entscheidend.

Der Chef von Dubai Airports sieht die Luftfahrt vor einem Umbruch. Verbesserte Flugzeugtechnik mit kleineren Jets, die längere Distanzen fliegen können, werde „die Art des Reisens verändern“.

WERBUNG
WERBUNG

Bei einem Runden Tisch am Rande des World Travel & Tourism Council Global Summit in Malta sprach Paul Griffiths über den Ausbau des Al Maktoum International Airport (DWC). Er verwies darauf, dass Direktverbindungen von Dubai zu mehr als 600 Städten geplant sind.

„Das Großartige ist, dass sich die Flugzeugtechnik ständig weiterentwickelt. Kleinere Flugzeuge können heute längere Strecken fliegen. Damit werden auch viele kleinere Städte in Europa direkt mit Dubai verbunden. Sie können dann von Exeter, Valencia, Lyon, Marseille oder Baden-Baden nach Dubai fliegen und von dort weiter in die Welt. Das wird die Struktur des Reisens verändern“, sagte er.

Dubai Airports hatte 2024 angekündigt, DWC zum größten Flughafen der Welt auszubauen. Nach Fertigstellung soll der Airport 400 Flugsteige und fünf Start- und Landebahnen haben und bis zu 260 Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen können.

Die Erweiterung des Flughafens soll bis 2032 abgeschlossen sein.

„Ich glaube, in den nächsten zehn Jahren entstehen großartige Chancen für Regionalflughäfen, ihr Angebot auszubauen“, ergänzte Griffiths.

Mit modernen Mittelstreckenjets, die inzwischen sogar den Atlantik zu kleineren Zielen überqueren können, braucht es nicht mehr große Langstreckenmaschinen, um eine Verbindung wirtschaftlich zu betreiben. „Das eröffnet riesige Möglichkeiten für Regionalflughäfen. Alles, was sie tun müssen, ist einen guten Zugang mit Bus, Bahn und Straße zu schaffen. Dann werden sie zu attraktiven Standorten für Investitionen und zu einem Motor regionaler Wirtschaft“, sagte er.

Luftfahrt: Weg zu Netto-Null-Emissionen

Bei jeder Diskussion über Ausbau der Luftfahrt spielt das Thema Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle.

Griffiths hob nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) hervor, den er „wahrscheinlich als einzigen Weg“ sieht, um die CO₂-Emissionen der Branche zu beseitigen. Als Vorbild nannte er Singapur, das eine Abgabe auf grünen Flugtreibstoff eingeführt hat.

Er betonte, die Privatwirtschaft müsse überzeugt werden, in die Produktion von SAF zu investieren. Regierungen sollten dessen Einsatz schrittweise vorschreiben und den Anteil von SAF im Gemisch mit herkömmlichem Kerosin nach und nach erhöhen.

„Meine Botschaft lautet: Entlastet die betroffenen Gemeinden, indem ihr Umweltauflagen ernst nehmt. Gleichzeitig braucht es klare Ziele und einen verlässlichen Rahmen, damit die Infrastruktur wachsen kann und die zusätzlichen Einnahmen aus Reise und Tourismus möglich werden“, fügte er hinzu.

Flughäfen der Zukunft

In einer Diskussionsrunde zu digitaler Identität und neuen Grenzkontrollen erklärte Griffiths, dass aus seiner Sicht in den nächsten fünf Jahren keine physischen Reisepässe mehr nötig sein könnten. Beim Runden Tisch konkretisierte er diese Einschätzung.

Beim Gespräch über den neuen Flughafen sagte er: „Zu der Technologie, die Sie sehen, kann ich wenig sagen, denn im Idealfall nehmen Sie gar keine Technologie wahr; dann haben wir unsere Arbeit besonders gut gemacht.“

„Die Idee dahinter ist, alle Abläufe und das gesamte Reiseerlebnis so zu gestalten, dass der persönliche Kontakt im Mittelpunkt steht.“

Im neuen System spielt Gesichtserkennung eine zentrale Rolle. Reisende müssen an der Grenze keinen Reisepass mehr vorzeigen und auch keine Bordkarte. Künstliche Intelligenz übernimmt zudem die Gepäckkontrolle.

„Damit können wir Kontrollen deutlich schneller und weniger aufdringlich durchführen“, sagte er. „Ich finde, dass Sicherheitskontrollen an Flughäfen – besonders an manchen Standorten, die ich nicht öffentlich kritisieren will – heute zu den invasivsten Erfahrungen gehören, die ein Mensch außerhalb eines Operationssaals machen kann. Das wollen wir unseren Kundinnen und Kunden nicht länger zumuten.“

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Flughafen Tallinn testet autonome Shuttlebusse nahe Flugzeugen, treibt Automatisierung voran

Britische Flughäfen: E-Gates bis 2027 kontaktlos und ohne Pass

Istanbul Airport überholt London Heathrow als weltweit wichtigstes Drehkreuz