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Rockies, Route 66, Bahn-Hotels: 2027 mit dem Zug die USA entdecken

Mit dem Zug lassen sich die Vereinigten Staaten besonders gut entdecken.
Bahnreisen: Eine der besten Möglichkeiten, die USA zu erkunden -  Copyright  Brand USA
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Von Saskia O'Donoghue
Zuerst veröffentlicht am
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USA feiern 200 Jahre Bahnreisen: Panorama-Strecken, historische Dampfloks und Bahnhöfe, besondere Übernachtungen, so lässt sich das Land 2027 per Zug entdecken.

Die USA feiern 2027 zweihundert Jahre kommerziellen Bahnverkehr. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, eine Reise zu planen und das riesige Land einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben.

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Von Fahrten über die Rocky Mountains und Route-66-Abenteuern bis hin zu historischen Dampfloks und Hotels in restaurierten Waggons: Das Jubiläum rückt die vielen Möglichkeiten in den Fokus, die USA mit dem Zug zu erkunden.

Im Vorfeld des Jubiläums am 28. Februar kommenden Jahres wirbt Brand USA nicht nur für die vielfältigen Zugstrecken des Landes, sondern auch für Bahn-Traditionen – etwa Übernachtungen in liebevoll restaurierten Eisenbahnwaggons.

Als 1827 der Personenverkehr auf der Schiene in den USA begann, entwickelte er sich rasch zur zentralen Verbindung durch das riesige Land. Die Eisenbahn verknüpfte Städte, erschloss neue Reiseziele und machte die Zugfahrt selbst zu einem festen Bestandteil des amerikanischen Reiseerlebnisses.

Viele bringen die USA heute mit Autofahrten und Flügen von Bundesstaat zu Bundesstaat in Verbindung. Das Schienennetz ist deutlich weniger dicht als in Europa, bietet aber einige echte Schmuckstücke.

„Die Schiene ist der Ursprung der amerikanischen Reisegeschichte, und zweihundert Jahre später ist die Faszination der Zugfahrt ungebrochen“, sagte Fred Dixon, Präsident und CEO von Brand USA.

„Das zweihundertjährige Jubiläum 2027 ist eine ideale Einladung an Reisende, das Tempo zu drosseln, aus dem Fenster zu schauen und die besondere Schönheit der USA Meile für Meile aufzunehmen.“

Die USA bieten eine beeindruckende Vielfalt an Landschaften, von denen sich viele mit dem Zug erkunden lassen
Die USA bieten eine beeindruckende Vielfalt an Landschaften, von denen sich viele mit dem Zug erkunden lassen Visit Anchorage/Brand USA

Das zweihundertjährige Jubiläum wird 2027 im ganzen Land gefeiert. Museen, historische Bahnhöfe und Museumsbahnen organisieren Ausstellungen, Sonderfahrten und weitere Events. Der Mid-Atlantic-Bundesstaat Maryland stellt sein Eisenbahnerbe in den Mittelpunkt und lädt zu Besuchen in Bahn-Museen sowie zu Panoramafahrten quer durch den Staat ein.

Parallel dazu richtet Branchville in South Carolina sein traditionsreiches „Raylrode Daze Festivul“ aus, das 1969 ins Leben gerufen wurde. Die Kleinstadt beherbergt den ältesten Eisenbahnknotenpunkt der USA – ein passender Ort, um zwei Jahrhunderte amerikanischer Zugreisen zu feiern.

Hier sind die wichtigsten Infos für ein gelungenes Zugabenteuer in den USA im Jubiläumsjahr 2027.

USA per Bahn entdecken statt mit Auto oder Flugzeug

Die USA bieten extrem unterschiedliche Landschaften: wilde Küsten, Metropolen, Wüsten und Gebirge. Wer nur fliegt oder mit dem Auto unterwegs ist, verpasst vieles davon.

Zum Glück gibt es mehrere Zugstrecken, auf denen Reisende diese Naturphänomene auf besondere Weise erleben können.

Wer den Westen des Landes einmal anders erkunden möchte, ist mit einer Fahrt im „Canyon Spirit“ gut beraten.

Der Zug verbindet Denver in Colorado mit Salt Lake City in Utah und fährt ausschließlich bei Tageslicht. So können Fahrgäste dramatische Canyons, Gebirgszüge und rote Felslandschaften sehen, statt sie im Schlaf zu verpassen. Tagsüber gibt es die Highlights des amerikanischen Westens, nachts übernachten die Gäste in Hotels entlang der Strecke.

Die legendäre Route 66 lässt sich nicht nur mit dem Auto, sondern auch per Bahn erkunden
Die legendäre Route 66 lässt sich nicht nur mit dem Auto, sondern auch per Bahn erkunden Jametlene Reskp/Unsplash

Viele denken, dass die Route 66 – für viele der Inbegriff des amerikanischen Roadtrips – nur mit dem Auto zu erleben ist. Tatsächlich braucht man aber nicht zwingend einen Wagen, um ihrer Spur zu folgen.

Der Amtrak-Zug „Southwest Chief“ fährt von Chicago Richtung Los Angeles und passiert Gemeinden und Landschaften, die eng mit der legendären Fernstraße verbunden sind.

Halte wie Albuquerque und Flagstaff bieten Zeit, den Südwesten zu erkunden. Der Grand Canyon liegt in Reichweite, bevor die Reise weiter nach Westen bis nach LA geht.

Auch viele andere Strecken lassen sich mit Amtrak, dem landesweiten Personenbahnsystem der USA, bereisen.

Der „California Zephyr“ verbindet Chicago mit der San-Francisco-Bucht über die Rocky Mountains und die Sierra Nevada, der „Coast Starlight“ verkehrt zwischen Seattle und Los Angeles.

Der „Empire Builder“ führt von Chicago in den pazifischen Nordwesten, vorbei am Glacier-Nationalpark sowie an riesigen Ebenen und Gebirgen. Die Dimensionen der Landschaft machen deutlich, wie überwältigend groß die USA sind.

Neue US-Züge und nostalgische Bahnklassiker

Das amerikanische Schienennetz bekommt außerdem ein modernes Update. Neue Züge und Angebote erschließen bislang wenig bekannte Regionen.

Im Pazifischen Nordwesten sollen demnächst Amtraks neue „Airo“-Züge auf der Cascades-Route verkehren. Sie verbinden Städte wie Seattle und Portland und damit Städtereisen mit Bergen, Wäldern, Weinregionen und Küste.

An der Golfküste verbindet der „Mardi Gras Service“ New Orleans mit Mobile in Alabama. So lässt sich ein Aufenthalt in New Orleans über Jazz, Küche und historische Viertel hinaus verlängern – per Zug Richtung Osten zu weniger bekannten Küstenorten.

Wer in die Vergangenheit der US-Eisenbahn eintauchen möchte, steigt in einen der vielen historischen Züge ein.

Colorados „Durango & Silverton Narrow Gauge Railroad“ schlängelt sich durch die San-Juan-Berge, die „Cumbres & Toltec Scenic Railroad“ führt bis nach New Mexico und bietet Themenfahrten mit Dinner und Livemusik.

In Pennsylvania fährt die „Strasburg Rail Road“ in einer der ältesten Eisenbahnregionen des Landes, in West Virginia bringt die „Cass Scenic Railroad“ Fahrgäste in die Appalachen – über Strecken, die einst der Holzindustrie dienten.

Wer einige der schönsten Herbstfärbungen des Nordostens sehen möchte, kann mit dem New Yorker „Finger Lakes Rail Experience“ auf Panoramafahrt gehen. Die Strecke führt durch historische Landschaften, die im Herbst in kräftigen Rot- und Orangetönen leuchten.

Bahnhöfe und Museen vermitteln Eisenbahngeschichte

Eisenbahngeschichte spielt sich nicht nur auf den Gleisen ab. Museen und frühere Bahnhöfe zeigen, wie die Bahn die USA geprägt hat.

Ein guter Startpunkt ist Baltimore. Das B&O Railroad Museum ist in einem ehemaligen Bahnhofsgebäude untergebracht und begeht das Jubiläum mit einem Sonderprogramm sowie einer neuen „Innovation Hall“.

Auch das Railroad Museum of Pennsylvania eröffnet 2027 einen barrierefreien Rundlokschuppen, in dem sechs historische Dampflokomotiven zu sehen sind.

Andernorts haben historische Bahnhöfe ein neues Leben bekommen. In der Denver Union Station befindet sich das Crawford Hotel, dessen Pullman-inspirierte Zimmer klassische Schlafwagen nachahmen.

Ein Besuch der Denver Union Station fühlt sich an wie eine Zeitreise 
Ein Besuch der Denver Union Station fühlt sich an wie eine Zeitreise  Pieter van de Sande/Unsplash

In Omaha im Bundesstaat Nebraska ist das Durham Museum im Art-déco-Bahnhof Union Station von 1931 untergebracht. Besucher können hier restaurierte Reisezugwagen aus den 1940er-Jahren betreten und an einer funktionierenden Soda Fountain von 1931 einen Malz-Milchshake kaufen.

Die Union Station in Los Angeles ist ein besonderer architektonischer Höhepunkt. Führungen erläutern Design, Geschichte und Kunstwerke des Gebäudes.

Übernachten in Eisenbahn-Historie

Wer das Bahn-Thema komplett auskosten möchte, muss für die Nacht nicht einmal den Bahnhof verlassen.

In Chattanooga in Tennessee bietet das Hotel Chalet at The Choo Choo Übernachtungen in restaurierten Pullman-Waggons, während das nahe gelegene Tennessee Valley Railroad Museum historische Zugfahrten organisiert.

In Salt Lake City ist das Asher Adams im früheren Union-Pacific-Depot untergebracht, in Minneapolis bewahrt das Renaissance Minneapolis Hotel, The Depot seine Eisenbahntradition.

Wer etwas Außergewöhnliches sucht, kann bei Idaho Train Stays in Deary in restaurierten Waggons und einem Caboose übernachten, während das Antigua Inn in Madrid in New Mexico ebenfalls Aufenthalte in umgebauten Cabooses anbietet. Ganz in der Nähe steht Lamy’s The Hamilton mit einem restaurierten Pullman-Wagen aus den 1920er-Jahren, während Sky Railway Themenfahrten ab Lamy und Santa Fe organisiert.

Von hier aus können Reisende mit der Sky Railway fahren, einer Bahnlinie aus dem Jahr 1880, die der „Game of Thrones“-Autor George R. R. Martin mit wiederbelebt und restauriert hat. Heute stehen Fahrten mit unterschiedlichen Schwerpunkten auf dem Programm – von Sternbeobachtung über Krimi-Erlebnisse und Live-Jazz bis zu Margarita-Verkostungen.

In Omaha lassen sich zudem zehn restaurierte Union-Pacific-Cabooses im Two Rivers State Recreation Area in den warmen Monaten für Übernachtungen buchen.

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