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Ölpreise steigen nach Berichten über iranische Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus

Archivfoto: Die Klesch-Raffinerie, früher BP, produziert in Gelsenkirchen Benzin, Diesel und Kerosin. 30. September 2026
Archivbild: Die Klesch-Raffinerie, früher BP, stellt in Gelsenkirchen Benzin, Diesel und Kerosin her. 30. Sept. 2026 -  Copyright  AP Photo/Martin Meissner
Copyright AP Photo/Martin Meissner
Von Doloresz Katanich mit AP
Zuerst veröffentlicht am •Zuletzt aktualisiert
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Der Ölpreis steigt nach Berichten über iranische Angriffe in der Straße von Hormus. Europas Gaspreis erreicht ein Vierjahreshoch, asiatische Börsen schwanken, europäische Aktien starten fester.

Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel gestiegen, nachdem Iran nach Medienberichten im Golf von Hormus zwei Schiffe angegriffen und dabei neue Taktiken gegen die Schifffahrt eingesetzt hat, meldete Reuters.

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Hinzu kommt der eskalierende Konflikt zwischen den Huthis und Saudi-Arabien, der das Risiko weiterer Ausfälle bei Rohöllieferungen erhöht.

Saudi-Arabien erklärte am Mittwoch, ein Angriff auf ein Aramco-Gebäude im Osten des Königreichs habe einen „begrenzten Brand“ ausgelöst und Trümmer abgefangener Huthi-Raketen hätten in der Hauptstadt Riad vier Menschen verletzt.

Die internationale Referenzsorte Brent verteuerte sich um rund ein Prozent und kletterte am Mittwochmorgen in Europa kurz über 107 Dollar je Barrel. US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate legte ebenfalls zu und stieg um 0,5 % auf 94,64 Dollar je Barrel.

Die Sorge um das Angebot trieb auch die europäischen Gaspreise auf den höchsten Stand seit vier Jahren. Die richtungsweisenden niederländischen TTF-Gasfutures lagen am Mittwochmorgen knapp über 86 Euro je Megawattstunde und nur wenig unter dem bisherigen Höchststand von 87,44 Euro.

An den Aktienmärkten startete Europa fester in den Tag: Der Euro Stoxx 50 gewann 0,3 %, der breiter gefasste Stoxx 600 lag 0,2 % im Plus.

Der britische FTSE 100, der französische CAC 40, der deutsche DAX, Italiens FTSE MIB, Spaniens IBEX 35 und der niederländische AEX legten jeweils zwischen 0,1 % und 0,6 % zu.

Besonders stark zogen der CAC 40 und der IBEX 35 an, mit Aufschlägen von 0,5 % beziehungsweise 0,6 %.

In Asien zeigten die Börsen ein gemischtes Bild. Das anhaltende Interesse an Chipherstellern und künstlicher Intelligenz stützte einzelne Werte.

Japans Leitindex Nikkei 225 gewann 0,5 %, ebenso Hongkongs Hang Seng. Der Shanghai Composite gab 0,3 % nach. Australiens S&P/ASX 200 fiel um 0,6 %. Südkoreas Kospi verlor ein Prozent.

Die Wall-Street-Indizes schlossen am Dienstag nur wenig verändert und blieben in der Nähe ihrer Rekordstände. Die erste große Welle von Quartalszahlen für das dritte Quartal aus den USA übertraf zwar die Erwartungen der Analysten, doch die Kursgewinne und -verluste glichen sich weitgehend aus.

Der S&P 500 gab um weniger als 0,1 % nach und entfernte sich damit leicht von seinem Rekordhoch aus der Vorwoche. Der Dow Jones Industrial Average verlor 0,3 %, der Nasdaq Composite sank um 0,2 %.

Die Aktie von Goldman Sachs sprang zum Handelsauftakt um mehr als vier Prozent nach oben, nachdem die Bank einen Gewinn für die Monate Juli bis September meldete , der die Prognosen der Analysten deutlich übertraf. Die Papiere gaben diese frühen Gewinne jedoch schnell wieder ab und schwankten zwischen Plus und Minus, bevor sie 0,2 % tiefer aus dem Handel gingen.

Die Erwartungen an die Gewinne der US-Unternehmen sind hoch. Nach Daten von FactSet rechnen Analysten im dritten Quartal für die Unternehmen im S&P 500 mit einem durchschnittlichen Gewinnanstieg von fast 30 % im Jahresvergleich.

Die Konzerne müssen diese Erwartungen erfüllen, um die Rekordstände an den Aktienmärkten zu rechtfertigen – trotz Sorgen über hohe Inflation, steigenden Druck vom Anleihemarkt und die Konflikte im Nahen Osten.

Viele Anleger fürchten zudem, dass Chipwerte im Zuge der Euphorie rund um KI bereits zu stark gestiegen sind.

Chinas Speicherchiphersteller CXMT, der mit seinen Fortschritten Branchenriesen herausfordert, gewann am frühen Mittwochshandel in Asien rund ein Prozent. In Südkorea legten die Aktien von Samsung Electronics zu, SK Hynix gab dagegen nach.

Am Anleihemarkt gaben die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen am Dienstag nach, nachdem die Ölpreise gefallen waren. Die Rendite der zehnjährigen Treasury sank von 5,24 % am Freitagabend auf 5,21 %. Am Montag war der US-Anleihehandel wegen eines Feiertags geschlossen.

Am Devisenmarkt notierte der US-Dollar bei 158,30 Yen, der Euro bei 1,1209 Dollar.

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