Die Polizei geht „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ davon aus, dass ein Auto einen Zaun durchbrochen hat. An der Stelle, wo russische Antonow-Frachtflugzeuge stehen.
Wegen eines Lochs im Sicherheitszaun des Flughafens Leipzig/Halle musste am späten Samstagabend gegen 23 Uhr der Flugbetrieb auf der Nordseite gestoppt werden. Dies bestätigte Polizeisprecherin Therese Leverenz. Die Frachtmaschinen von Amazon wurden stattdessen über die Südpiste des Drehkreuzes abgewickelt.
Sofort eilten Bundes- und Landespolizei herbei, um das Areal zu sichern und den beschädigten Zaunabschnitt direkt vor den russischen Antonow-Frachtmaschinen abzusperren.
Die drei Flieger des Typs AN-124 sitzen wegen der EU-Sanktionen bereits seit 2022 in Leipzig/Halle fest.
Ein Großaufgebot durchkämmte den Flughafen. Polizeisprecherin Leverenz erklärte gegenüber BILD : „Mit hoher Wahrscheinlichkeit war ein Fahrzeug durch den Zaun gefahren. Bei der Absuche des Geländes in der Nacht konnten aber weder ein Fahrzeug noch unberechtigte Personen auf dem Gelände festgestellt werden.“
Am Sonntag wurde die Suche mit Verstärkung fortgeführt, während die Nordpiste weiter gesperrt blieb.
Bereits Anfang August wurde auf dem Flughafen-Gelände eine mit Sprengstoff präparierte Drohne neben den ukrainischen Antonow-Frachtflugzeugen entdeckt.