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Emmanuel Macron zum 17. Oktober: "Wer zerstört hat, muss dafür bezahlen"

„Wie können Französinnen und Franzosen ihrem Land so etwas antun?“, erklärte der Präsident nach den Ausschreitungen bei den Demonstrationen.
„Wie können Französinnen und Franzosen ihrem Land so etwas antun?“, erklärte der Präsident nach den Ausschreitungen bei den Demonstrationen. -  Copyright  Euronews
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Von Christina Molle & Euronews mit AFP
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„Wie können Franzosen ihrem eigenen Land so etwas antun?“ fragt der Staatspräsident nach den Ausschreitungen bei den Protesten am Samstag, 17. Oktober.

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in mehreren Städten in Frankreich am Rande der Kundgebungen am Samstag, dem 17. Oktober, wandte sich Emmanuel Macron am Sonntag „feierlich an die Franzosen“. Und er versprach einen Dialog mit den Protestierenden.

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„Wie können Franzosen so etwas ihrem Land antun?“, fragte der Staatspräsident.Der Präsident der Republik kündigte außerdem an, dass der Premierminister „in den kommenden Tagen“ die politischen Parteien, die Gewerkschaften sowie Vertreterinnen und Vertreter von Schülerinnen, Schülern und Studierenden zusammenbringen werde.

Die Opposition, vor allem auf der Linken, kritisiert die Regierung wegen ihrer mangelhaften Strategie zur Sicherung der öffentlichen Ordnung bei den Protestent am 17. Oktober.

Bilder der Zerstörung in mehreren Städten

In Lyon wurde das Tourismusbüro durch einen Brand völlig zerstört
In Lyon wurde das Tourismusbüro durch einen Brand völlig zerstört Euronews

Nach Angaben der Behörden gingen fast 550 000 Menschen gegen die steigenden Lebenshaltungskosten auf die Straße, darunter 110 000 in Paris. In vielen Städten in Frankreich geriet der Protesttag in Chaos, es kam zu Zusammenstößen und Plünderungen. Hunderte Einrichtungen und Geschäfte wurden angegriffen, ganze Straßenzüge lagen anschließend voller Trümmer und ausgebrannter Zweiräder.

In Limoges brannte das Rathaus aus dem 19. Jahrhundert „weitgehend nieder“.

Gab es am Samstag genug Sicherheitskräfte?

Die Polizei nahm mehr als 2.300 Menschen fest, mehr als 600 Polizisten, Gendarmen und Feuerwehrleute wurden verletzt.

Viele Experten gehen davon aus, dass nicht genug Polizisten und Militärs im Einsatz waren.

Am Samstagabend, nach einer Krisensitzung, versprach Regierungschef Sébastien Lecornu „Transparenz“ darüber, wie die Ordnungskräfte eingesetzt wurden. Zugleich griff er die linke Partei LFI von Jean-Luc Mélenchon scharf an: „Entweder steht man auf der Seite der Republik und der Ordnungskräfte […] oder man stellt sich auf die Seite der Randalierer“, erklärte er und sprach von „einer nebulösen Szene extremer Kräfte, in der LFI eine wichtige Rolle spielt“.

Geplünderter Laden in der Fussgängerzone in Lyon
Geplünderter Laden in der Fussgängerzone in Lyon Euronews

Die Regierung teilte außerdem mit, dass der Premierminister die Bürgermeister der drei größten Städte Frankreichs – Paris, Marseille und Lyon – zu einem noch zu vereinbarenden Termin empfangen werde.

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