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Nach Krawallen in Frankreich: Macron lehnt Rücktritt des Innenministers ab

Emmanuel Macron und Laurent Nuñez in Bordeaux am 27. Juli 2026.
Emmanuel Macron und Laurent Nuñez in Bordeaux am 27. Juli 2026. -  Copyright  Kenzo Tribouillard/Pool Photo via AP
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Von Olivier Tolachides
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Nach den Ausschreitungen in mehreren französischen Großstädten hat Innenminister Nuñez seinen Rücktritt angeboten. Präsident Macron lehnte ab, kritisiert aber Mängel bei Vorbereitung und Geheimdienstinformationen.

Nach den Gewaltausbrüchen vom Samstag, dem 17. Oktober, in mehreren großen französischen Städten hat Innenminister Laurent Nuñez Präsident Emmanuel Macron seinen Rücktritt angeboten. Macron lehnte das jedoch ab.

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In einer Mitteilung vom Montagmorgen erklärt der Élyséepalast, Macron habe den Minister beauftragt, "so schnell wie möglich neue Einsatzformen vor Ort gegen die Randalierer zu entwickeln". Die Ablehnung des Rücktritts begründet der Palast mit der "Notwendigkeit eines durchgängigen Kommandos über die Sicherheitskräfte in der aktuellen Lage".

Zugleich verweist Macron auf "Mängel bei der Vorbereitung und bei den nachrichtendienstlichen Informationen". Diese hätten zu Ausschreitungen, Zerstörungen und Plünderungen zahlreicher Geschäfte geführt.

Premierminister Sébastien Lecornu will ab 10 Uhr eine ressortübergreifende Krisensitzung leiten.

Macron hatte sich bereits am Sonntagabend zu den Ereignissen geäußert. Dennoch hält er an seiner diplomatischen Reise in den Golf fest. Ab heute besucht er Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Katar. Ziel der Reise ist es, zusätzliche Mengen an Rohöl und Diesel zu sichern, um die Treibstoffpreise zu senken.

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