War es ein Terrorakt? Nach dem Brand im Rathaus von Limoges sitzt ein mutmaßlicher Linksextremist in Gewahrsam. Der französische Justizminister Darmanin brachte zuvor die Terrorstaatsanwaltschaft ins Spiel.
Die Polizei hat einen Mann festgenommen, der mit dem Brandanschlag auf das Rathaus von Limoges in Verbindung stehen soll.
Der Verdächtige ist 40 Jahre alt und wird der ultralinken Szene zugerechnet. Er steht im sogenannten S-Register. Hinter dem sogenannten S-Register (französisch "Fiche S") steht ein Eintrag in der Datenbank der französischen Sicherheitsbehörden für Gefährder. In seinem Fall geht es um Gewaltvorwürfe gegen Amtsträger.
An der Festnahme war die Eliteeinheit RAID beteiligt. Die Ermittlungen zum Brand führt die Unterdirektion für Terrorismusbekämpfung. Die Nationale Staatsanwaltschaft für Terrorismusbekämpfung (Parquet national antiterroriste, PNAT) hatte sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingeschaltet.
Kurz vor Bekanntgabe der Festnahme hatte Justizminister Gérald Darmanin eine Übernahme durch die PNAT ins Spiel gebracht. "Wenn sie den Fall übernimmt, bedeutet das, dass es sich um eine terroristische Tat handelt", sagte er.
"Das würde heißen, dass Personen, insbesondere aus dem ultralinken Spektrum, ganz offensichtlich die Zerstörung des Rathauses organisiert haben."